Straße über "Sackpfeife" ab November wieder frei

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Eifa/Biedenkopf.  Fast abgeschlossen ist der 10-Millionen-Euro teure Ausbau der "Sackpfeife". Die Straße verbindet das Obere Edertal mit dem Siegerland. Ab 1. November ist die Straße befahrbar.

Vier Meter hoch: Projektleiter Bernd Marquordt vor der Irriationsschutzwand für Fledermäuse.

Eine riesige, grüne Lärmschutzwand mitten im Wald? Oh nein, das sei eine „Irritationsschutzwand für Fledermäuse“, klärt Projektleiter Bernd Marquordt auf. Auf der größten Brücke beim Ausbau der Bundesstraße 253 über die Sackpfeife ist die Schutzwand angebracht. Sie soll tödliche Begegnungen von Fledermäusen und Lastwagen verhindern.

Das Zehn-Millionen-Projekt „Ausbau der Sackpfeife“ steht kurz vor seiner Vollendung. „31. Oktober steht im Bauververtrag. Das schaffen wir auch“, ist Marquordt überzeugt. Möglicherweíse könne ein Teil der Markierungsarbeiten erst im Frühjahr erfolgen. Auch ein paar „Restarbeiten“ stünden dann noch an. Aber der Verkehr soll ab 1. November wieder rollen - was insbesondere den schweren Lkw und Sattelzügen einen 40 Kilometer langen Umweg über Lahntal erspart.

Seit Herbst 2012 wird an der Sackpfeife gebaut. Die kurvenreiche Bundesstraße, die das Obere Edertal mit dem Siegerland/Westerwald verbindet, war im Winter oft gesperrt. künftig sind alle Steigungsstrecken zweispurig. Die Verkehrsführung wurde leicht geändert und entschärft. Teuer ist das Projekt vor allem wegen seiner Brücken, die allein mit rund sechs Millionen Euro zu Buche schlagen.

Kunstvoll eingeschalt: Das noch fehlende Brückenbauwerk II für den Ausbau der Sackpfeife. Dahinter das schon fertige Brückenbauwerk I.

Die Bauwerke I und III sind schon fertig, an der dritten Brücke wird derzeit noch gebaut. Sie liegt auf der alten Trasse. Gebaut wurde in zwei Abschnitten: Zunächst von Eifa bis etwa zum Abzweig Dexbach. Im Winter 2015/2016 konnte die Sackpfeife befahren werden. Seit März wurde nun der südliche Abschnitt von Ludwigshütte bis zum Abzweig Dexbach gebaut. Die Asphaltierungsarbeiten sind bis auf ein 300 Meter langes Reststück abgeschlossen.

Immer wieder versuchten Autofahrer, trotz Sperrung über die Sackpfeife zu fahren, sagt Marquordt kopfschüttelnd. Die Zufahrt zum Freizeitzentrum „Sackpfeife“ ist allerdings aus Richtung Eifa möglich. Noch sieht man Löcher in den Straßengräben. Dort wurde eine komplett neue Entwässerung verlegt. Entlang der neuen Straßenführung wurde riesige Hänge angeschüttet. Zum Schutz vor Erosion wurden Matte an den Hängen angebracht.

„Alles ist gut im Plan“, versichert Projektleiter Marquordt.

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