Tonnenschwere Fräsmaschine wurde mit Kran angeliefert

Battenberg. Millimeter für Millimeter tastet sich der Autokran vorwärts. An seinem Haken hängt eine 12,5 Tonnen schwere Fräsmaschine vom Typ DMU 75 Monoblock für Aluminiumfeinguss.

Für den Kranführer der Bad Berleburger Firma Nölling ist es Maßarbeit, das 5-Achs-Bearbeitungszentrum von dem Lkw herunterzuheben und über den Anbau hinüber vor der Maschinenhalle der Battenberger Formenbau GmbH zu positionieren.

Dort warten die Mitarbeiter der Firma Schulze Spezialtransporte, um unter die Maschine Panzerrollen zu legen. Mit dem Hubwagen wird die Fräsmaschine nach mehr als einer Stunde in die Halle an ihren Platz befördert.

Das 5-Achs-Bearbeitungszentrum wurde aus Pfronten im Allgäu angeliefert und ist die dritte Maschine dieser Art im Unternehmen Battenberger Formenbau GmbH von Harald Kreuzberger. Außerdem steht in der Halle noch ein 3-Achs-Zentrum.

Das Besondere an der 293.000 Euro teuren Maschine: „Die Teile, die wir damit fräsen, können durch den sich zusätzlich drehenden Tisch zeitgleich von allen Seiten bearbeitet werden“, erklärt Kreuzberger. So sei es möglich, hochkomplexe Teile zu fräsen.

Die auf diese Weise hergestellten Werkzeuge aus Aluminium werden in der Flugzeugindustrie und in der Entwicklung gebraucht. „Es kommt auch mal vor, dass wir Aufträge aus dem Bereich des Motorsports erhalten“, sagt der 44-Jährige. Er hoffe, mit der neuen Maschine schneller arbeiten zu können.

Deutschlandweit laufen Bestellungen bei Kreuzberger ein, darunter ein Großkunde. Beim Wachsausschmelzverfahren werden die fertigen Formen von den Auftraggebern mit Wachs ausgegossen und in einem Tauchbad mit einer ein Zentimeter dicken Keramikmasse ummantelt, welche anschließend gebrannt wird. So entsteht eine neue Form, die mit Aluminium ausgegossen werden kann.

Auch das Klebelehre- und das Wärmebehandlungsverfahren werden in der Firma angewandt. Zudem übernimmt Kreuzberger Lohnfertigung und stellt auch Einzelteile her.

Die Kunden erwarten von Kreuzberger Geheimhaltung. „Die meisten Formen dürfen nicht fotografiert und irgendwo abgebildet werden“, erklärt der Battenberger und zeigt fürs Foto nur ein Modell, bei dem dies ausnahmsweise nicht der Fall ist.

Weitere Informationen unter: www.battenberger-formenbau.de

Mehr zur Firmengeschichte lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der Frankenberger Allgemeinen.

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