Regionalversammlung genehmigt Projekt

Grünes Licht für 17-Hektar-Gewerbegebiet bei Münchhausen

Zeigen den geplanten Kreisel für die Anbindung des interkommunalen Gewerbegebietes bei Wollmar: Bauamtsleiter Holger Siemon und Bürgermeister Peter Funk (rechts) aus Münchhausen.
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Zeigen den geplanten Kreisel für die Anbindung des interkommunalen Gewerbegebietes bei Wollmar: Bauamtsleiter Holger Siemon und Bürgermeister Peter Funk (rechts) aus Münchhausen.

Ein rund 17 Hektar großes, interkommunales Gewerbegebiet können die drei Kommunen Battenberg, Münchhausen und Burgwald zwischen Münchhausen und Wollmar ausweisen: Für ein Abweichungsverfahren vom Regionalen Raumordnungsplan hat der Planungsausschuss der Regionalversammlung grünes Licht gegeben.

Battenberg/Münchhausen - „Auf dieser Basis kann nun eine Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen werden“, sagte Münchhausens Bürgermeister Peter Funk bei einer Versammlung des Zweckverbandes Gewerbegebiet B 236/B 252 in Battenberg.

Ohne große Diskussionen haben die Vertreter der drei Nachbar-Kommunen Battenberg, Münchhausen und Burgwald laut Funk den Haushaltsplan des Zweckverbandes für das Jahr 2020 verabschiedet. Dieser sieht Investitionen von rund vier Millionen Euro vor.

Der Grunderwerb für das neue, interkommunale Gewerbegebiet ist laut Bürgermeister Funk gesichert: „Alle 33 Grundstückseigentümer haben unterschrieben.“ Die ausgehandelten Summen für den Ankauf der bisher überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen fallen laut Peter Funk aber erst dann an, „wenn der Bebauungsplan rechtskräftig ist.“ Das werde vermutlich „Mitte bis Ende nächsten Jahres“ der Fall sein, vermutet Münchhausens Bauamtsleiter Holger Siemon. Für die erforderlichen Investitionen muss der Zweckverband Kredite aufnehmen.

Die Ortsumgehung Münchhausen (B 252 neu) ist bereits in Sichtweite an das künftige Gewerbegebiet herangerückt. Als nächstes soll eine große, rund 200 Meter lange Brücke gebaut werden. Im Planungsverfahren ist weiterhin der Bau eines großen, vierarmigen Kreisels, mit dem das neue Gewerbegebiet direkt an die neue Umgehungsstraße angebunden werden soll. „Die Bundesstraße 236 wird separat angeschlossen“, ergänzte Bauamtsleiter Siemon.

Bund bezahlt Ortsumgehung und Kreisel

Der neue Kreisel werde vom Büro Oppermann aus Vellmar geplant, das auch für die Ortsumgehung verantwortlich zeichne, sagte Bürgermeister Funk. „Den Kreisel und die Ortsumgehung bezahlt der Bund. Wir müssen nur die abweichende Planung für die Anbindung des Gewerbegebietes bezahlen“, sagte Münchhausens Bürgermeister.

Die drei Bürgermeister Christian Klein (Battenberg), Lothar Koch (Burgwald) und Peter Funk (Münchhausen) hoffen, dass sich „Ende 2022, Anfang 2023“ die ersten Betriebe in dem neuen Gewerbegebiet ansiedeln werden. „Wir als Gemeinde Münchhausen allein hätten ein Gewerbegebiet dieser Größe niemals genehmigt bekommen“, sagte Peter Funk abschließend.

Von Thomas Hoffmeister

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