Verkehrsverein hat Strafanzeige gestellt

Wildgehege Dodenau: Tiere schon einmal „auf unerklärliche Weise entkommen“

Wildgehege Dodenau: Ein Kind füttert die Tiere.
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Wildgehege Dodenau: Ein Kind füttert die Tiere.

Unbekannte haben den Zaun des Dodenauer Wildgeheges vorsätzlich aufgeschnitten. Doch der Vorfall vom letzten Mai-Wochenende scheint kein Einzelfall zu sein. Wie die Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, Ute Schmidt, berichtete, sind bereits vor etwa zwei Wochen fünf Tiere „auf unerklärliche Weise entkommen“.

Dodenau - Am Sonntag, 30. Mai, hatten Besucher des Wildgeheges ein Loch im Zaun entdeckt. Unbekannte hatten den Zaun direkt an der Futterstelle senkrecht aufgeschnitten und so in Kauf genommen, dass Wildtiere hätten entweichen können. Dank aufmerksamer Besucher konnte dies verhindert werden.

„Tiere kennen keine Gefahr“

„Die Tiere, die fast ausnahmslos in diesem Gehege geboren und aufgewachsen sind, kennen keine Gefahr, die ihnen durch Autoverkehr oder Mähdrescher im freien Feld drohen. Man tut ihnen mit dieser ,Freilassung‘ also keinen Gefallen“, sagt Ute Schmidt nach diesem Vorfall.

„Das Wildgehege wird von den Besuchern, besonders mit Kindern, gerne zu jeder Tageszeit aufgesucht. Hier kann man ohne Eintritt heimische Tierarten beobachten, spazieren gehen und die Natur genießen. Nicht nur für die Mitglieder des Verkehrsvereins und die Freunde und Förderer des Wildgeheges, die sich hier alle ehrenamtlich engagieren, ist so etwas schockierend und frustrierend. Wenn die Tiere einmal weggelaufen sind, dann verlieren Natur und Spielplatz an Attraktivität für die Besucher und viel Arbeit wird zunichtegemacht“, so die Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins.

Einfangen ist Glückssache

Bereits vor etwa zwei Wochen sind laut Ute Schmidt „fünf Tiere auf unerklärliche Weise entkommen“. Der Verkehrsverein müsse davon ausgehen, dass auch in diesem Fall Unbekannte dazu beigetragen hätten. „Die ausgebrochenen Tiere kommen immer wieder mal zum Gehege zurück, weil sie eigentlich wieder zu ihren Artgenossen wollen. Sie einzufangen, ist jedoch Glückssache. Falls die Tiere nicht zurückkommen, ist der Verlust für den Verein beachtlich“, so Schmidt. Nach ihren Worten hat der Verein inzwischen Strafanzeige bei der Polizei gestellt.  

Die Polizei sucht nun nach dem Täter und bittet Zeugen, sich zu melden. Hinweise an die Polizeistation in Frankenberg, Tel. 06451/72030.

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