Forderung Arbeitskreis der Frankenberger Wirtschaft

Wirtschaft macht sich für B 508n zwischen Erndtebrück und Frankenberg stark

 B253 bei Battenberg, Bundesstraße 253, Fahrradweg Laisa, fotografiert mit Drohne, Penny, Laisaer Berg, Biedenkopfer Straße.
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Den Bau einer Bundesstraße 508n, die von Erndtebrück (Westfalen) bis nach Frankenberg führt, fordern Wirtschaftsvertreter. Sie soll das Obere Edertal verkehrstechnisch besser anbinden als die derzeitige zweispurige Bundesstraße 253, hier ein Ausschnitt der Straße bei Battenberg.

Der Arbeitskreis der Wirtschaft für Kommunalfragen Frankenberg (AFK) fordert eine schnellere Umsetzung der geplanten dreispurigen Bundesstraße 508n zwischen Erndtebrück und Frankenberg.

Frankenberg. „Die aktuelle Einstufung in die Kategorie ’Weiterer Bedarf mit Planungsrecht’ des Bundeswegeverkehrsplans 2030 wird den gestiegenen Mobilitätsanforderungen der Unternehmen und Menschen in der Region keinesfalls gerecht“, sagt AFK-Vorsitzender Klaus Cronau in einer Pressemeldung.

„Die Wirtschaft im Frankenberger Raum fordert daher eine erneute, vom Gesetzgeber vorgesehene Überprüfung.“

Die jetzige Einstufung im Bundesverkehrswegeplan als ’Weiterer Bedarf mit Planungsrecht’ bedeute laut AFK, dass das Land Hessen planen könne. „Nach unserer Kenntnis hat das Land allerdings noch keine Planungsschritte in die Wege geleitet. Somit wurde kostbare Planungszeit verschenkt“, heißt es in der Pressemitteilung.

Ziel des Arbeitskreises der Wirtschaft sei die Einstufung der B 508n in die Dringlichkeitsstufe ’Vordringlicher Bedarf’: „Eine leistungsfähige Anbindung an das östliche Ruhrgebiet ist unbedingt notwendig, soll die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen, die viele tausend Arbeitsplätze sichern, nicht weiterhin leiden“, sagt Cronau, der Geschäftsführer des Frankenberger Fertighausbauers Finger-Haus ist.

In persönlichen Briefen mit einem neuen Positionspapier an die Bundestags- und Landtagsabgeordneten für Waldeck-Frankenberg, den Landrat, die Bürgermeister im Oberen Edertal sowie die nordhessischen Kammern und Arbeitgeberverbände fordere der AFK dazu auf, dieses „längst überfällige Vorhaben“ im Bundesverkehrswegeplan in jene Dringlichkeitsstufe aufzunehmen, die ein Weiterkommen ermögliche.

Cronau: „Die Wirtschaft, Kammern und Verbände unserer Region stehen geschlossen hinter dieser Forderung. Es geht hier um die Zukunftsfähigkeit vieler namhafter Unternehmen, die gute und schnelle Erreichbarkeit der Arbeitsstätten für tausende Beschäftigte und letztendlich auch um die Einsparung von CO2. Denn die Umwege, die täglich von Pkw und Lkw gefahren werden müssen, summieren sich.“

Cronau weist darauf hin, dass auf nordrhein-westfälischer Seite die Anschlüsse teilweise vorhanden seien oder sich in Planung befänden. Ein Lückenschluss hätte nicht nur Vorteile für den Raum Frankenberg, auch die Region um Siegen und darüber hinaus würde profitieren. Im Positionspapier zur B 508n führt der AFK die wirtschaftliche und zukunftssichernde Bedeutung dieser Verkehrsverbindung aus.

Cronau appelliert auch an die Beschäftigten, die Forderung zu unterstützen: „Bei der B 508n geht es um mehr als nur um eine Straße. Es geht um die Zukunft unserer Region.“  nh/jpa

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