Bauern kämpfen mit neuer Initiative für ein besseres Image

„Kommen Sie ruhig mal näher“, heißt es auf den Schildern, die demnächst am Rand von Feldern auf die Arbeit der Waldeck-Frankenberger Bauern aufmerksam machen sollen. Die Initiative „Natürlich aus Leidenschaft“ wurde in Dorfitter vorgestellt. Foto: Rösner

Waldeck-Frankenberg. Die Menschen im Landkreis wissen zu wenig über die Landwirtschaft. Von einem gravierenden Informationsdefizit sprechen die Kreisbauernverbände (KBV) Frankenberg und Waldeck.

Die Bauern wollen daher nicht nur ihre Produkte, sondern vor allem sich selbst besser verkaufen.

Mit der neuen Initiative „Landwirtschaft 5.0 - Natürlich aus Leidenschaft“ wollen sie Verbraucher direkt ansprechen.

Oft würde viel zu negativ über die Landwirtschaft berichtet, sagte Kreisvorsitzender Karsten Schmal bei der Vorstellung der neuen Initiative in Dorfitter. Am Stall von Karl-Christian und Karl-Friedrich Wilke präsentierten die Verbände ihr gemeinsames Programm: Ein neues Logo soll dafür stehen, dass die Bauern in Waldeck-Frankenberg traditionsbewusst und trotzdem zukunftsorientiert arbeiten. Informationsschilder an Feldrändern, Ställen und Fahrradwegen sollen die 98 Prozent der Menschen, die nicht in der Landwirtschaft arbeiten, auf die Branche und ihre positiven Seiten aufmerksam machen. Dies seien etwa folgende: „In unserem Land sind Lebensmittel niemals knapp, sie sind so günstig wie nirgends und die Qualität ist hoch“, sagte Schmal. Stephanie Wetekam, Geschäftsführerin KBV Waldeck, ergänzte: „Das ist die Branche, die Tradition und Innovation vereint.“ Kein Industriezweig habe sich so gewandelt wie die Landwirtschaft. In der Industrie stehe 4.0 für den Fortschritt, für die vierte industrielle Revolution mit Informatisierung. „Wir sind noch weiter, daher soll es nun heißen: Landwirtschaft 5.0.“

„Redet mit uns und nicht über uns“, appelliert Matthias Eckel, Geschäftsführer beim KBV Frankenberg, an die Verbraucher. Jeder könne ab sofort über die Internetseite und über Facebook Fragen stellen, die nicht vom Verband, sondern von praktizierenden Bauern beantwortet werden.

Mit welchen weiteren Strategien das Interesse der Verbraucher zum Thema "Landwirtschaft" gesteigert werden soll, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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