Bauhöfe aus Allendorf und Bromskirchen wollen fusionieren

Allendorf-Eder/Bromskirchen. Ein weiterer Schritt beim Zusammenwachsen der Gemeinden Allendorf und Bromskirchen erfolgt zum Jahreswechsel: Die Bauhöfe werden zusammengelegt.

„Aus eigenem Antrieb haben die Mitarbeiter der beiden Bauhöfe die bis dahin punktuelle Zusammenarbeit ausgebaut, sich abgestimmt und die eine oder andere Aufgabe bereits gemeinsam erledigt“, sagte Bürgermeister Claus Junghenn in einer Ausschusssitzung am Mittwochabend.

Diese positive Entwicklung sehen die beiden Bürgermeister Claus Junghenn (Allendorf) und Karl-Friedrich Frese auch darin begründet, dass sich die führenden Bauhof-Mitarbeiter - Horst Huhn in Allendorf und Axel Klingauf in Bromskirchen - als Feuerwehrleute gut kennen und im Katastrophenschutzzug eng zusammenarbeiten. Als Konsequenz solle nun auch das Personal und die Verwaltung der Bauhöfe zusammengeführt werden, sagte Bürgermeister Junghenn mit dem deutlichen Zusatz, dass „keine Entscheidung über die Köpfe der Betroffenen hinweg“ getroffen werde.

„Es werden keine Entscheidung über die Köpfe der Betroffenen hinweg getroffen.“

Eine Personalversammlung habe bereits stattgefunden, das Votum sei einmütig gewesen. Demnach spricht aus Sicht der Bürgermeister nichts dagegen, dass die Bauhöfe zum 1. Januar 2016 offiziell Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Allendorf-Bromskirchen werden. Zusammen kommen die beiden Bauhöfe auf 14 Beschäftigte. Derzeit läuft eine Erhebung, die klären soll, wer welche fachlichen Qualifikationen besitzt und wer künftig welche Aufgaben schwerpunktmäßig erledigen soll.

Klar ist, dass die beiden Bauhof-Standorte erhalten bleiben sollen. Auch die Grundausstattung für Mähen und Grünpflege im Sommer sowie Schneeräumen und Streuen im Winter wird in beiden Bauhöfen bestehen bleiben. Bei der Neuanschaffung von Geräten und Arbeitsmaschinen will man darauf achten, teure Fahrzeuge und Sondergeräte nur noch einmal vorzuhalten. Betriebsmittel, Ausstattungs- und Ausrüstungsgegenstände sollen künftig gemeinsam beschafft werden.

Von der Zusammenführung vorerst noch ausgenommen bleibt der Bereich Abwasserbeseitigung. Grund dafür ist, dass die beiden Kommunen unterschiedlichen Abwasserverbänden angehören.

Leiter des gemeinsamen Bauhofes soll Horst Huhn aus Allendorf-Eder werden. Er will sich im Oktober intensiv über die Arbeit des Bauhofes in Bromskirchen informieren. Kurzfristig soll auch aufgelistet werden, welche Fahrzeuge, Maschinen und Geräte in den beiden Bauhöfen vorhanden sind.

Im Verbund geht’s einfacher

Der Zusammenschluss der beiden Bauhöfe, den die Allendorfer Ausschussmitglieder einstimmig empfohlen haben, sei ein weiteres Zeichen dafür, dass sich die Verwaltungsgemeinschaft positiv entwickle, sagte Bürgermeister Frese. „Bromskirchen wird dadurch nicht zum Befehlsempfänger“, stellte der Allendorfer Verwaltungschef Junghenn klar. „Im Verbund geht einfach vieles einfacher.“ (off)

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