Werke von Walter Sachs

Üppige Schönheit vor dem Barockschloss Bad Arolsen

Üppige Schönheit in Sandstein gehauen: Beate, eine Skulptur von Walter Sachs hat Platz genommen vor dem Marstall in Bad Arolsen.
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Üppige Schönheit in Sandstein gehauen: Beate, eine Skulptur von Walter Sachs hat Platz genommen vor dem Marstall in Bad Arolsen.

Üppige Weiblichkeit lenkt bis in das nächste Jahr hinein die Blicke zwischen Schloss und Marstall auf sich. Werke des Weimarer Bildhauers Walter Sachs haben in dieser Woche ihren Platz gefunden.

Bad Arolsen – Die Hunderte Kilo schweren Plastiken erforderten schon einigen Aufwand, um sie nach Bad Arolsen zu bringen und sie auf den wettfesten Podesten vor dem Marstall aufzustellen. Eine Ausstellung ist von Mai bis Juli 2021 vorgesehen.

Barocke Formen

Barocke Formen bietet die Skulptur Beate offenherzig dem Betrachter preis, unbekümmert scheint sie den Blick gen Himmel zu richten Die Gesichtszüge wirken verglichen mit dem schon athletischen Körper eher zart. Ein wenig schamhaft verschränkt sind die kraftvollen Beine.

Adele von Walter Sachs wird zum Standplatz gebracht.

Ebenso lebendig, jedoch schon viel abstrakter und weniger fein behauen ist die kleinere Skulptur Adele. Mit einem um die nackte Brust gelegten Arm und einem erwartungsvoll wirkenden Gesichtsausdruck verkörpert sie einen Kontrast zu ihrer „Nachbarin“.

Vorfreude auf Frühling

Die beiden Erwachenden, zwei aus einem rötlichen Steinblock gearbeitete Figuren, innig hintereinander knieende, aneinander geschmiegte Körper , scheinen sich erst aus einem Urgestein zu entwickeln.

Die Erwachenden, eine Skulptur von Walter Sachs (rechts) vor dem Marstall in Bad Arolsen.

„Sie müssen die Figuren erst mal sehen, wenn hier die Krokusse blühen“, weckt Museumsleiterin Dr., Birgit Kümmel schon die Vorfreude auf den Frühling des kommenden Jahres.

Wegen Corona verschoben

Im Mai soll endlich die Ausstellung mit Werken des Bildhauers und Zeichners aus der thüringischen Kulturstadt eröffnet werden, die aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden musste. Schließlich werden neben den Skulpturen vor dem Marstall Bildhauerarbeiten im Christian-Daniel-Rauch-Museum sowie Zeichnungen und Druckgrafiken des vielseitigen Künstlers im Residenzschloss gezeigt.

Der mehrfach ausgezeichnet Künstler Sachs, der ein Stipendium in China absolvieren konnte, ist vor allem in Thüringen präsent, wo er 1954 geboren wurde und Skulpturen im öffentlichen Raum von ihm zu sehen sind. Die Figur eines versunkenen Riesen auf dem Frauenplan in Weimar, nahe dem Goethehaus, ist eine der populärsten Figuren.

Neuer Schwung erhofft

Museumsleiterin Dr. Kümmel und mit ihr der Museumsverein freuen sich sich schon auf die Vernissage, wenn hoffentlich die Corona-Lage eine Öffnung für das Publikum erlaubt und das kulturelle Leben in der Barockstadt neuen Schwung bekommt.

Von Armin Haß

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