Ritualbad besser zugänglich machen

Begehbare Glasplatte für Volkmarser Mikwe

Vier Männer mit FFP-2-Masken stehen in einem Kellergewölbe aus Sandsteinquadern.
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ie Mikwe in Volkmarsen wird mit einer begehbaren Glasplatte zugänglich gemacht. Das Foto entstand beim Ausmessen der Auflagefläche.

Der Verein „Rückblende - Gegen das Vergessen“ freut sich über einen Förderungsbescheid aus dem Leader-Regionalbudget.

Volkmarsen - Mit dem Geld soll eine begehbare Glasplatte inklusive Geländer und Beleuchtung angeschafft werden, damit das einzigartige Kulturdenkmal mitten in der Volkmarser Altstadt für Besucher aller Altersgruppen leichter einsehbar gestaltet werden kann.

2013 hatten Ernst Klein, Peter Kirschbaum, Joachim Geritzen aus Warburg in einem alten Volkmarser Gewölbekeller im Volkmarser Steinweg eine Mikwe, ein jüdisches Ritualbad gefunden und mit ihren Händen in mühsamer Handarbeit freigelegt. Inzwischen steht fest, dass die Volkmarser Mikwe einer der wenigen erhaltenen jüdischen Ritualbäder in Hessen ist und damit ein nahezu einmaliges Zeugnis jüdischen Lebens auf dem flachen Lande darstellt.

500 Jahre jüdisches Leben in Volkmarsen

Die Mikwe belegt, dass es seit über 500 Jahren jüdisches Leben in der Ackerbürgerstadt Volkmarsen gab, bis die Nationalsozialisten die jüdischen Familien aus Volkmarsen deportierten und töteten. Einigen wenigen gelang rechtzeitig die Flucht ins Ausland.

Diese historischen Zusammenhänge sollen nach dem Willen des Vereins Rückblende möglichst bald wieder im Gustav-Hüneberg-Haus im Steinweg 24 zu sehen sein. Der Vorstand freut sich auf das Ende des Lockdowns und auf die Wiedereröffnung der Dauerausstellung.   (Elmar Schulten)

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