Training bei TuS Bad Arolsen und VfR Volkmarsen

Kinder und Jugendliche haben Spaß beim Kicken - abseits von Corona

Die Jugendlichen im Alter bis 15 Jahren trainieren schon wieder zusammen – wie hier junge Kicker des VfR Volkmarsen.
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Die Jugendlichen im Alter bis 15 Jahren trainieren schon wieder zusammen – wie hier junge Kicker des VfR Volkmarsen.

Beim TuS Bad Arolsen und VfR Volkmarsen ist die Resonanz groß. Junge Fußballer im Alter bis zu 15 Jahren in Hessen durften seit Mitte März bis vor wenigen Tagen wieder ohne Einschränkungen im Freien trainieren.

Im Rahmen der bundesweiten „Notbremse“ hat der Gesetzgeber den Stufenplan inzwischen aber wieder etwas geändert: In Gebieten mit einer Inzidenz von über 100 dürfen die Sportvereine mit den Kindern im Alter bis 14 Jahren nur noch in Fünfergruppen trainieren. Zumindest vor dieser Neuregelung wurden die Übungsangebote beim TuS und VfR zahlreich angenommen.

Für den Übungsbetrieb des TuS steht zurzeit allerdings nur der Hartplatz im Richard-Beekmann-Stadion zur Verfügung, das Rasenspielfeld hat die Stadt noch nicht freigegeben. Die jungen Kicker haben trotzdem Spaß, wie man an der Trainingsbeteiligung sieht. „Von jeder Mannschaft kommen stets zehn bis 15 Kinder und Jugendliche – darüber freuen wir uns sehr“, sagte Jugendleiter Eduard Weber vor zwei Wochen. Den Trainern sei er dankbar, in dieser schwierigen Situation die Verantwortung zu übernehmen und das gemeinschaftliche Kicken zu ermöglichen. Um Ansteckungen zu vermeiden, gebe es umfassende Schutzmaßnahmen. „Bereits im vergangenen Jahr haben wir ein umfangreiches Hygienekonzept erstellt und folgen damit den Vorgaben des Hessischen Fußballverbandes. Wir sind uns absolut sicher, dass auf dem Spielfeld während des Trainings eine Infektionsgefahr ausgeschlossen ist“, betont Eduard Weber. Penibel werde darauf geachtet, dass die Abstandsregeln neben dem Feld eingehalten werden. Außerdem würden Desinfektionsmittel bereitgestellt und ein gemeinsamer Aufenthalt in geschlossenen Räumen vermieden. So habe die Stadt die Umkleidekabinen gesperrt. „Die Trainingszeiten haben wir so geplant, dass maximal zwei Jugendmannschaften am Tag mit zeitlichem Abstand zueinander trainieren. Darüber hinaus müssen wir Anwesenheitslisten führen“, so der Jugendleiter. Das sei jedoch sehr aufwendig, so plane man, in Zukunft darauf zu verzichten. Stattdessen sei das Richard-Beekman-Stadion bei der Luca App registriert worden.

Endlich wieder kicken, abseits von Corona - das tut den Kindern und Jugendlichen gut.

„Wir sehen, dass den Kindern das Fußballspielen mit ihren Freunden gefehlt hat und freuen uns, dass sie zur Normalität zurückkehren können. Denn wir stimmen unserem DFB-Präsidenten Fritz Keller zu, dass der Amateurfußball nicht das Problem, sondern fester Teil der Lösung ist“, meint Weber.

Eltern äußern keine Bedenken

Auch die Eltern hätten bislang keinerlei Bedenken geäußert. „Da die Fußballsaison offiziell abgebrochen wurde, sehen wir unser Training als wichtiges, zusätzliches Angebot der Freizeitgestaltung, das von den meisten Familien sehr gern angenommen wird“, so der Jugendleiter. Obwohl zurzeit die Perspektive und damit Planbarkeit fehle, werde der TuS Bad Arolsen sein Training weiterhin anbieten, sofern es erlaubt sei. Zudem sei das Fußball-Training ohne Kontaktbeschränkung auch für die älteren Jahrgänge wünschenswert.

Wer Lust hat, bei den Nachwuchskickern des TuS Bad Arolsen reinzuschnuppern, kann gern zum Probetraining kommen und sich bei den Trainern oder beim Jugendleiter melden.

Auch an Wochenenden darf gekickt werden

Beim VfR Volkmarsen sind die jungen Fußballer seit 15. März wieder im normalen Trainingsbetrieb auf dem heimischen Sportplatz. „Jede Mannschaft hat einen festen Tag erhalten, um zu vermeiden, dass sich die Jugendteams mischen. Außerdem bieten wir die Möglichkeit, nach Absprache auch am Wochenende zu trainieren“, berichtete VfR-Jugendleiter Marcel Beyer vor Einführung der strengeren Regeln. Das Training werde auch hier gut angenommen, allerdings aufgrund der hohen Inzidenz auf zehn Kinder beschränkt. Aufgrund der großen Nachfrage trainieren die einzelnen Mannschaften jeweils in zwei Gruppen. Um auf Nummer sicher zu gehen, haben die Spieler/innen und Eltern Merkblätter zu den Schutzmaßnahmen erhalten. Beispielsweise müssen sie schon umgezogen und mit Mund-Nasenschutz zum Training kommen. Auch das Desinfizieren der Hände vor Beginn des Trainings gehört dazu. Schließlich wird bei jedem Training eine Teilnehmerliste ausgefüllt.

„Von den Vorsichtsmaßnahmen lassen sich die Kinder nicht beeinträchtigen. Sie haben Spaß und sind mit Elan dabei – die Bewegung mit Freunden im Freien tut ihnen sichtbar gut“, so Marcel Beyer. Auf die Eltern übertrage sich die Begeisterung. Bedenken oder Kritik? Bisher habe er noch nichts Negatives gehört. Der VfR-Jugendleiter: „Hoffentlich können unsere Jugendteams weiter trainieren, denn Bewegung ist wichtig. Wer mitkicken möchte, ist bei uns herzlich willkommen. Interessierte dürfen gern mittrainieren.“

Aktuelle Informationen zum Trainingsbetrieb gibt es auf dem Homepages des TuS Bad Aroslen und VfR Volkmarsen.

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