Warnung vor Masche „falscher Polizist“

Betrüger ergaunert in Battenberg 10.000 Euro von 90-Jährigem

Betrug am Telefon
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Betrug am Telefon: Die Maschen der Betrüger werden immer raffinierter.

Mit der Masche „falscher Polizeibeamter“ hat ein unbekannter Täter am Freitag, 5. Februar, einen 90-jährigen Mann im Raum Battenberg um 10.000 Euro betrogen. Das teilte die Polizei an Montag mit.

Battenberg - Gegen Mittag erhielt der Geschädigte den Anruf einer vermeintlichen Polizeibeamtin. Diese gab an, seine Tochter habe einen Verkehrsunfall gehabt, bei der eine weitere Person zu Tode gekommen sei. Um weitere Strafverfahren von ihr abzuwenden, wurde ein Betrag von 30.000 Euro gefordert. Das Geld sollte an den hinterbliebenen Ehemann gezahlt werden.

Da der 90-Jährige nicht so viel Geld zu Hause hatte, gab sich die Anruferin mit 10.000 Euro zufrieden. Es wurde ein Treffpunkt für die Geldübergabe in der Nähe des Wohnortes vereinbart. Dort wurde das Geld kurze Zeit später an einen Mann übergeben, der bei der Übergabe so tat, als würde er weinen. Der 90-Jährige sprach sein Beileid aus und übergab das Geld in einem Umschlag an den vermeintlich hinterbliebenen Ehemann. Anschließend ging er zurück in seine Wohnung. Da dem 90-Jährigen eine Schweigepflicht bis 18 Uhr auferlegt worden war, rief er erst danach seine Tochter an, um sich nach dem Unfall zu erkundigen. So fiel der Betrug auf, die Polizei wurde verständigt.

Zeugen gesucht

Die Polizei fragt: Wer hat die Geldübergabe beobachtet? Wer hat Beobachtungen zu einem Fahrzeug gemacht? Der Täter wird so beschrieben: männlich, ca. 1,70 Meter groß, schwarze Basecap, schwarze Jacke, schwarze Hose, dunkle Schuhe, weiße FFP2-Maske. Der Mann sprach Hochdeutsch. Hinweise an die Kriminalpolizei in Korbach, Tel. 05631/9710.

Das rät die Polizei

Die Polizei warnt Senioren vor dieser Betrugsmasche und bittet Angehörige älterer Menschen, diese zu sensibilisieren. Die Ratschläge der Polizei:

- Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen oder familiären Verhältnissen preis

- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

- Informieren Sie sofort die Polizei über die Rufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Wichtig: Beenden Sie erst das vorige Telefonat durch Auflegen und wählen Sie erst dann die Notrufnummer 110.

- Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

- Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben.

- Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

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