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Blackout-Krisenmanagement: Landkreis Waldeck-Frankenberg arbeitet an Konzept

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Hochspannungsmast mit Schild und Aufschrift Blackout.
Es ist das bestimmende Thema in diesen Wochen - auch in Waldeck-Frankenberg: Die Energiekrise und ihre möglichen Auswirkungen.  © Christian Ohde/Imago

Licht aus, Heizung aus, Kühlschrank aus, Strom aus, Ampeln aus. Geldautomaten sind außer Betrieb, elektrische Ladentüren bleiben zu. Blackout. Es ist das bestimmende Thema in diesen Wochen - auch in Waldeck-Frankenberg: Die Energiekrise und ihre möglichen Auswirkungen.

Waldeck-Frankenberg – Katastrophenschutz ist in Deutschland Ländersache. Im Fall eines andauernden Stromausfalls ist vor allem eine gute und reibungslose Zusammenarbeit zwischen der Kreisverwaltung und den Kommunen entscheidend. „Zu diesem Thema ist der Landkreis weiterhin in ständigem Austausch mit dem Land, aber auch mit den Städten und Gemeinden, denen im Ernstfall die Aufgabe zukommt, die Maßnahmen innerhalb ihrer Kommune zu organisieren und zu koordinieren“, heißt es auf Nachfrage unserer Zeitung aus dem Büro des Landrats. „Um bestmöglich auf ein Szenario eines flächendeckenden Stromausfalls vorbereitet zu sein, arbeitet der Landkreis in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden sowie dem regionalen Energieversorger permanent an einem Konzept zum Krisenschutzmanagement. Ziel ist es, im Ernstfall möglichst handlungsfähig zu bleiben“, so Landrat Jürgen van der Horst weiter. Hierbei komme es vor allem darauf an, in einer solchen Situation die kritische Infrastruktur so gut es geht aufrechtzuerhalten. Dazu gehören unter anderem Krankenhäuser, Feuerwehren, Leitstelle, Polizei, Verwaltungen, Pflegeeinrichtungen oder Tankstellen.

Als eine der ersten Kommunen hat Volkmarsen vor ein paar Tagen mit einer Bestandsaufnahme begonnen. Unternehmen, Tankstellen und landwirtschaftliche Betriebe wurden angeschrieben. „Wir wollen zunächst nur eine Bestandsaufnahme machen“, erklärt Bürgermeister Hendrik Vahle. „Im Notfall müssen wir wissen, wo wir im Ort noch Kraftstoffreserven oder Stromgeneratoren finden. Aber niemand muss Angst haben, dass wir ‚beschlagnahmen’. Alles geschieht freiwillig und gegen eine Entschädigung.“

Anstoß für diese und andere Maßnahmen war eine Bürgermeisterdienstversammlung, Mitte Oktober, im Kreishaus. Weitere werden sicher folgen. Neu erfinden muss der Landkreis die notwendigen Vorbereitungen allerdings nicht. Das Hessische Innenministerium hat in seinen „Rahmenempfehlungen zur Einsatzplanung des Brand- und Katastrophenschutzes bei flächendeckendem, langandauerndem Stromausfall“ ein sehr umfangreiches Konzept für alle im Ernstfall beteiligten Behörden und Hilfsorganisationen entwickelt. Von einem Mustereinsatzplan, einem Gesamteinsatzkonzept bis hin zu einem Musterinformationsblatt für die Bevölkerung ist an alles gedacht.

Auch für die Kreisverwaltungen selbst hält das Ministerium eine ebenso ausführliche Rahmenempfehlung mit Plänen, konkreten Ausführungen für die Zusammenstellung eines Krisenstabes und seiner Verantwortung bereit. Foto: landkreis/pr » SEITE 3

Von Barbara Liese

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