Blitzer an der B 252: Ab und zu wütende Briefe

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Mit roter Farbe besprüht: Blitzer in Bottendorf. Foto: Biedenbach

Wetter/Münchhausen/Burgwald. Die Anlieger-Kommunen äußern sich gegenüber der HNA zu dem Besprühen ihrer stationären Radaranlagen an der B 252.

„Die Blitzer entlang der Bundesstraße sind vor allem für auswärtige Fahrer ein Ärgernis“, sagt Münchhausens Bürgermeister Peter Funk als Reaktion auf das Besprühen der zahlreichen Anlagen an der B 252, in Kirchhain und Löhlbach. „Die Anwohner und jeder, dessen Kinder die Bundesstraße überqueren müssen, sind froh über die Geschwindigkeitsüberwachung. Ich höre immer wieder, dass seither die Straße sicherer geworden ist.“

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Die Zahlen aus seiner Gemeinde geben Funk recht. Hauptamtsleiter Stefan Jesberg legt die Auswertungen seit dem Aufstellen der Anlagen im Juni 2011 vor: An den vier Überwachungsanlagen der Gemeinde wurden im ersten Monat 6621 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt und verfolgt. Von da ab wurde es kontinuierlich weniger, im Juni diesen Jahres waren es gerade mal 763 Verstöße. „Der erzieherische Effekt ist sichtbar, und darum geht es ja“, sagt Funk. „Echte Raser, die mit über 100 Stundenkilometern durch die Orte fahren oder nachts mit 80, hatten wir seit dem ersten Jahr nicht wieder“, ergänzt Jesberg.

Farbschmierereien an einzelnen Anlagen kämen ein bis zweimal im Jahr vor, berichtet er. „Aber das ist für den Bauhof kein großes Problem, mit einer Reinigungslösung und einem Ceranfeldschaber bekommen die Kollegen das wieder sauber.“

Durchreisende oft sauer

In Wetter gab es im vergangenen Jahr schon einmal einen Farbanschlag auf eine Blitzanlage, berichtet Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka. Auch er ist überzeugt, dass es sich um Durchreisende handelt. „Wütende Briefe bekommen wir zum Beispiel aus Volkmarsen, Idar-Oberstein oder Wetzlar. Die Anwohner finden die Blitzanlagen gut, denn dadurch wird viel langsamer gefahren“, sagt er.

Auch in der Gemeinde Burgwald gebe es „hin und wieder Reaktionen von Bußgeld-Empfängern, die ich aber nicht als Beschimpfung bezeichnen möchte“, sagt Bürgermeister Lothar Koch auf HNA-Anfrage.(ky)

Was die Kommunen zu den Einnahmen aus Bußgeldern sagen, das lesen Sie in den gedruckten Mittwochausgaben der HNA Frankenberger und Waldecker Allgemeine

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