Gedenkfeier am 24. Februar geplant

Bouffier ein Jahr nach Volkmarsen: „Wunden noch lange nicht verheilt“

Solidaritätsgottesdienst am Tag danach: Viele hundert Menschen verfolgten tief betroffen die Ansprachen von Ministerpräsident Volker Bouffier, der evangelischen Landesbischöfin Prof. Beate Hofmann und des katholischen Erzbischofs von Fulda, Michael Gerber, in und vor der Marienkirche.
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Solidaritätsgottesdienst am Tag danach: Viele hundert Menschen verfolgten 2020 tief betroffen die Ansprachen von Ministerpräsident Volker Bouffier, der evangelischen Landesbischöfin Prof. Beate Hofmann und des katholischen Erzbischofs von Fulda, Michael Gerber, in und vor der Marienkirche.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat der Opfer der Gewalttat von Volkmarsen vor rund einem Jahr gedacht. Der Schock angesichts der schrecklichen Tat sitze noch immer „tief in den Knochen“, sagte er am Sonntag in Wiesbaden laut einer Mitteilung.

„Die Wunden der zahlreichen Opfer sind noch lange nicht verheilt. Viele von ihnen sind nicht nur körperlich, sondern auch seelisch schwer verletzt und traumatisiert worden.“ Er wünsche ihnen und den Angehörigen, dass auch die seelischen Wunden irgendwann heilten, sagte Bouffier.

Ein Autofahrer hatte am 24. Februar 2020, beim Rosenmontagszug in der nordhessischen Stadt Volkmarsen, mutmaßlich absichtlich seinen Wagen in die Menschenmenge gelenkt. Dutzende wurden verletzt, darunter viele Kinder. Das Motiv des in Untersuchungshaft sitzenden Mannes ist weiterhin unklar.

„Auch wenn wir nicht wissen, ob wir jemals eine Antwort auf die drängende Frage des Warums bekommen werden, so hoffe ich doch, dass die Betroffenen lernen, mit den Folgen der schrecklichen Tat zu leben und es schaffen, ihren tiefen Schmerz irgendwann zu überwinden“, sagte Bouffier. Am Jahrestag am 24. Februar ist in Volkmarsen ein offizielles Gedenken mit einem ökumenischen Gottesdienst geplant.

Auch Fraktionen im hessischen Landtag erinnerten am Sonntag an die Ereignisse vom Rosenmontag 2020: „Die unfassbare Tat erschüttert uns zutiefst - damals wie heute“, erklärte der Grünen-Fraktionsvorsitzende, Mathias Wagner. In Hessen sei kein Platz für Gewalt, Hass und Hetze, in welcher Form auch immer. Man stehe zusammen - „nicht nur in der Corona-Krise, sondern auch bei unermesslichem Leid“. Die CDU-Fraktion sprach von einer abscheulichen und perfiden Tat. „Die Opfer von Volkmarsen sind nicht vergessen“, sagte die Fraktionsvorsitzende Ines Claus laut Mitteilung und verwies auch auf einen geplanten Opferfonds, der helfen solle. (dpa)

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