Brand in Mehrparteienhaus: Bei drei Personen besteht Lebensgefahr

HNA-Archiv

Stadtallendorf. Aus derzeit noch ungeklärten Gründen ist es am Dienstagmorgen in einem Mehrparteienhaus in der Spaltanlage in Stadtallendorf zu einem Brand gekommen.

Sechs Hausbewohner mussten mit unterschiedlich schweren, in drei Fällen sogar mit lebensbedrohlichen Verletzungen, ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Eine Feuerwehrfrau musste sich ebenfalls in ärztliche Behandlung begeben. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest.

Die Einsatzkräfte waren am Dienstag um 5.49 Uhr alarmiert worden. 75 Feuerwehrleute, etwa 50 Mitarbeiter des Rettungsdienstes, mehrere Notärzte und die Polizei rückten daraufhin in die Spaltanlage aus. Dort drangen bereits starker Qualm und Hitze aus einem Wohnhaus, in dem 37 Personen unterschiedlichster Nationalitäten gemeldet sind.

Etliche Menschen befanden sich bereits vor dem Haus, andere standen an den Fenstern und konnten das Haus aufgrund der Rauch- und Hitzeentwicklung nicht mehr verlassen. Sie mussten über Leitern gerettet werden.

Das Haus ist aufgrund von weiteren Untersuchungen zu den Brandfolgen und neuerlichen Schadstoffmessungen derzeit nicht bewohnbar. Die Stadt Stadtallendorf und die Feuerwehr kümmern sich um die vorübergehende Unterbringung der Bewohner.

An der Verletztensammelstelle der Feuerwehr wurden 22 Menschen behandelt. 16 konnten nach Sichtung und Messungen entlassen werden. Sechs kamen sofort ins Krankenhaus. Bei drei Personen besteht Lebensgefahr.

Die Brandursachenermittler der Kriminalpolizei Marburg haben die Ermittlungen aufgenommen. Nach derzeitigem Stand gehen die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei davon aus, dass das Geschehen keinen ausländerfeindlichen Hintergrund hat.

Die ersten Ermittlungen und Befragungen ergaben keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung. (nh/dau)

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