Ganzes Dorf beteiligt sich an der Weihnachts-Aktion

Braunser backen und verpacken Kekse für Kasseler Obdachlose

Fünf als Wichtel verkleidete Personen mit Mund-Nase-Maske verpacken viele unterschiedliche Plätzchensorten in Papiertüten.
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Keksaktion in Braunsen, organisiert von Familie Best: Diese fünf Wichtel aus zwei benachbarten Familien sortieren die Keksspenden aus 40 Braunser Haushalten für Obdachlose in Kassel gespendet.

40 Haushalte in Braunsen, das sind beinah das ganze Dorf, haben sich an der Aktion „Backen für Obdachlose in Kassel beteiligt.

Bad Arolsen-Braunsen - Die Braunser Familien spendeten jeweils ein Backblech voll mit selbst gebackenen Keksen, manche auch Schokonikoläuse und andere Leckereien, um diese zu einer kleinen Festtagstagsüberraschung für Bedürftige zusammenzustellen.

Die Organisation übernahm Familie Best. Die Kekse werden am heutigen Montag von Gunter Best an Stefan Jünnemann von der sozialen Hilfe Kassel zu übergeben. Von hier aus sollen die Weihnachtstüten weitergeleitet werden. Ursprünglich hatte Carmen Best die Idee, ausrangierte Kleidungsstücke an die obdachlosen weiterzugeben.

75 Tüten für Obdachlose gepackt

Bei einem ersten Kontakt mit der Sozialen Hilfe Kassel, die in der Nordhessenmetropole Wohlfahrtsaufgaben wahrnimmt, dass aktuell sehr viele gebrauchte Kleidungsstücke zur Verfügung stehen, weil scheinbar viele Menschen den coronabedingten Lockdown zum Ausmisten ihrer Kleiderschränke nutzen.

So entstand die Idee, doch weihnachtliches Gebäck zu spenden. Am Sonnabend trafen sich die Bests mit einer Nachbarsfamilie, um die am Tag zuvor kontaktlos in Empfang genommenen Leckereien in Türen zu konfektionieren.

Benötigt wurden 75 solcher süßen Gaben. Tierfreunde aus Braunsen stellten auch selbst gefertigte Hundekekse zur Verfügung. Schließlich sind in Kassel viele obdachlose mit vierbeinigen Begleitern unterwegs.

Heuspenden für die Viehmarkt-Ponys

Doch die Backaktion war nicht die einzige gute Tat, die die Braunser im Advent auf die Beine gestellt haben. In alter Verbundenheit zur Schaustellerfamilie Kaiser, die beim Arolser Viehmarkt seit Jahrzehnten mit ihren Reitponys zu Gast sind, haben die Braunser 750 Euro gesammelt und von dem Geld Heuballen für die Ponys gekauft.

Das soll der Schaustellerfamilie helfen über den Winter zu kommen und ohne Einnahmen bis zum nächsten Viehmarkt auszuhalten, der hoffentlich im kommenden August wieder stattfinden kann.

Bereits beim ersten Lockdown im März und April hatten die Braunser große Mengen Heu und Strohballen für den Ponybetrieb der Familie Kaiser gespendet. (Elmar Schulten)

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