Brieftaubenzüchter sehen in wachsender Wanderfalken-Population eine Bedrohung

Schnell weg: Mit einem Stückchen Brot im Schnabel macht die Taube sich schnell aus dem Staub, bevor es ihr streitig gemacht werden kann. Foto: Gaertner

Korbach. Wanderfalken haben in der Korbacher Nikolaikirche erfolgreich gebrütet. Für die Naturschützer ein Erfolg – für die Waldecker Brieftaubenzüchter eine Bedrohung: Sie fürchten, dass immer mehr ihrer Tiere Opfer der Greifvögel werden. Die waghalsigen Sturzflüge sind so rasant, dass die Augen ihnen kaum folgen können: Bis zu 150 Stundenkilometer schnell stürzen sich die Wanderfalken vom Turm der Nikolaikirche auf ihre Beutevögel.

Ingolf Schinze, Vorsitzender der Brieftaubenzüchterreisevereinigung Waldeck, treibt das Spektakel die Sorgenfalten auf die Stirn. Das Problem für den Züchter aus Willingen: Greifvögel, vor allem die streng geschützten Wanderfalken, haben sich in den vergangenen Jahren wieder vermehrt. Und Tauben zählen zu ihrem Hauptnahrungsmittel.

Früher fraßen die Wanderfalken Niederwild, Fasane, Rebhühner, kleine Hasen, Kaninchen und etlichen Arten von Singvögeln. Doch die seien heute kaum noch zu sehen, sagt Schinze. Die Folge: „Daher zieht er sich, obwohl von Natur aus sehr scheu, mehr und mehr in Städte hinein auf der Suche nach Nahrung.“ Als Beute müssten Brieftauben herhalten. Tatsache sei, dass jährlich rund 45 Prozent eines jeden Brieftaubenbestandes nur durch Habichte, Sperber oder Wanderfalken dezimiert würden, erklärt Schinze, der sich auf Zahlen des Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter beruft.

Was das für den einzelnen Züchter bedeutet und was Naturschützer zu diesem Thema sagen, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Lutz Benseler

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