Begegnungstag mit Flüchtlingen findet in Bromskirchen große Resonanz

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Gemeinsam malen: Das konnten Bromskircher und Flüchtlingskinder gemeinsam am großen Maltisch, der von Kita-Mitarbeiterinnen, wie hier von Deborah Wahle, betreut wurde.

Bromskirchen. Zu einem Begegnungstag hatte das „Aktionsteam Flüchtlingshilfe Bromskirchen" die Bevölkerung und die Flüchtlinge im Ort eingeladen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg.

Das Dorfgemeinschaftshaus war fast zu klein, um alle, die am Begegnungstag teilnehmen wollten, aufzunehmen. Zusätzliche Stühle und Bänke wurden aufgestellt und alle fanden einen Platz.

Vor der Eröffnung des Kuchenbüfetts: Das Aktionsteam Flüchtlingshilfe, (von links) ein Neubürger, Susanne Steuber, Regine Frese, ein weiterer Neubürger, Irmgard Neumann, Ingrid Helduser, Gertrud und Horst Geldbach und Christa Vaupel.

Der Posaunenchor Bromskirchen eröffnete den Nachmittag, dann begrüßte der Sprecher des Aktionsteams, Horst Geldbach, die Gäste. „Liebe Neubürger, ihr könnt aufatmen, denn hier bei uns seid ihr in Sicherheit und könnt eine neue Heimat finden. Das Ziel des heutigen Tages ist es, sich persönlich kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.“ Geldbach gab auch seine eigene Meinung zur Flüchtlingssituation kund und sagte: „Wir möchten zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen und das leisten, was der Staat nicht schaffen kann.“

Alle Reden und Informationen des Nachmittages wurden ins Englische und Arabische übersetzt.

„Ich bin erfreut, dass der Raum mit lieben Menschen gefüllt ist. Danke dafür, dass Sie die ersten Schritte der Integration begleiten“, sagte Bürgermeister Karl-Friedrich Frese. „Im Moment sind 70 Flüchtlinge in Bromskirchen, alle haben eine Wohnung. Doch die Kapazitäten gehen zu Ende und die Zuwanderung muss begrenzt werden“, fügte Frese hinzu.

Gelegenheit nutzen

Zur Deutung der Flüchtlingskrise nahm Frese die chinesische Sprache zur Hilfe. „Meines Wissens bedeuten die Zeichen für das Wort Krise ,Gefahr‘ und ,Gelegenheit‘“, so Frese. „Wir in Bromskirchen nutzen die Gelegenheit und heißen die Menschen herzlich willkommen.“

„Es ist schön zu sehen, was wir auf dem Dorf gemeinsam schaffen können, um den Menschen hier ein Stück Halt und Heimat zu geben“, sagte Pfarrer Oliver Schönfeld zum dem Engagement.

Einladung zum Mitmachen

Neben dem Posaunenchor trugen auch die Chöre „Grenzenlos“ aus Bromskirchen und die Chorgemeinschaft Somplar/Braunshausen zur Unterhaltung des Nachmittags bei. Sie luden die Neubürger auch zum Mitmachen ein. Diese Einladung sprachen auch der Sportverein, die Tischtennisabteilung, der Skiclub, der Schützenverein, die Feuerwehr, die Landfrauen und der Bürgerhilfeverein an die Flüchtlinge aus. (wi)

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