Tanzen gehört zur Tradition

Sichere Schritte: Bromskircher Schützen bei Tanzkurs für Schützenfest

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Haben viel Spaß beim Tanzkurs in der Schützenhalle: (von links) Die Bromskircher Tabea Frese, Jonas Ringler, Vivien Graßhoff und Niklaas Westermann.

Bromskirchen. Noch sind die Bewegungen nicht fließend. In ein paar Wochen soll das anders sein: Mitglieder des Schützenvereins St. Hubertus machen sich jetzt in einem Tanzkurs fit für das Schützenfest.

Das findet dieses Jahr vom 5. bis zum 7. August statt. Unter den Teilnehmern des Kurses sind auch viele jüngere Leute.

 „Zum Schützenfest gehört Tanzen einfach dazu. Deshalb ist es für uns wichtig, dass wir mittanzen können – und es auch nach etwas aussieht“, sagt die 21-jährige Vivien Graßhoff. „Man will ja nicht nur an der Theke stehen“, ergänzt Tabea Frese (19) und lacht.

Nicht nur die beiden jungen Frauen sind engagiert dabei, auch der 19-jährige Jonas Ringler hat Spaß am Tanzen. Niklaas Westermann glaubt, dass er auch anderweitig vom Tanzkurs profitiert. „Es ist allgemein gut, wenn man tanzen kann“, sagt der 27-Jährige. „Man will ja irgendwann auch heiraten.“

Zu langsamer Musik wie Adeles „Someone like you“ tanzt hier in der Schützenhalle vorerst jeder für sich die Schrittfolge eines Walzers und arbeitet am eigenen Rhythmusgefühl. Danach bewegen sich die Frauen und Männer in Pärchen zum Rosenwalzer, es kommen Drehungen dazu. 

Die Tanztrainer sind Sylvia und Hermann Lemmer aus Frankenberg, Turniertänzer in der S-Klasse. „Wir gewöhnen die Teilnehmer zuerst an Rhythmus, machen Pendelbewegungen mit dem Körper, üben den Takt und einfache Schritte“, sagen die beiden. Dann gehe es vom langsamen Walzer zum späteren Wiener Walzer, auch Discofox und Polka sollen getanzt werden.

"Die Tanzfläche ist ständig voll"

„Viele lernen das Tanzen erst hier, andere frischen nur ihr Können auf“, sagt Dietmar Graßhoff, Vorsitzender des Schützenvereins St. Hubertus. Er organisierte den Tanzkurs auf Wunsch vieler Mitglieder.

Dieses Jahr veranstaltete der Verein einen Workshop, um über die Zukunft des Schützenvereins zu sprechen. „Wir wollten herausfinden, was für die Leute wichtig ist“, sagt Graßhoff.

Danach war klar: Die Tradition steht ganz vorn. Dazu gehört das Schützenfest mit dem traditionellen Ablauf. In dem Zusammenhang erwähnt der Vorsitzende das Vogelschießen am Ruppelsberg und den Königstanz. Überhaupt werde auf dem Schützenfest viel getanzt. „Die Tanzfläche ist ständig voll, die Kapellen freuen sich immer über das tanzfreudige Publikum.“ Damit sich die Mitglieder ohne Scheu auf der Tanzfläche bewegen können, haben sie sich den Tanzkurs gewünscht – 42 Teilnehmer sind nun dabei.

Dem Schützenverein St. Hubertus ist es wichtig, seine Traditionen zu bewahren. „Tradition heißt aber auch, mit der Zeit zu gehen“, sagt Graßhoff. Deshalb überlegen die Mitglieder gemeinsam, wie sie die Zukunft des Vereins gestalten und Traditionen bewahren können – der Tanzkurs ist eine Idee, die dieses Jahr umgesetzt wird.

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