Bromskircher sorgen sich um ihre Partnerschaft mit Franzosen

Partnerschaft seit 40 Jahren: 1978 wurde die Urkunde mit den Franzosen unterzeichnet. Im Juni steht wieder ein Besuch aus Arrou in Bromskirchen an. Archivfotos:  nh

Bromskirchen. Die Partnerschaft zwischen Bromskirchen und Arrou in Frankreich braucht mehr Unterstützung aus der Gemeindepolitik und den Vereinen in Bromskirchen. Diesen Appell haben Mitglieder des Bromskircher Partnerschaftsausschusses am Dienstagabend im Gemeindeparlament vorgebracht. Im nächsten Jahr wird die Partnerschaft zwischen den beiden Orten 40 Jahre alt.

Peter Steuber, der heute den Partnerschaftsausschuss in Bromskirchen leitet, erinnerte daran, dass die Entscheidung zu der Partnerschaft damals eine politische gewesen sei. Bürgermeister Rudolf Müller hatte die Partnerschaftsurkunde 1978 unterschrieben, Mitglieder aus Gemeindevorstand und Gemeindevertretung - unterstützt durch die Vereine - gehörten anfangs dem Ausschuss an.

Das habe viele Jahre, vor allem auch dank Karl Koch und Peter Vaupel, funktioniert, erinnerte Peter Steuber. „Es wäre der richtige Schritt gewesen, wenn danach jemand aus den politischen Gremien den Ausschuss weitergeführt hätte, es hat sich aber keiner bereiterklärt“, sagte Steuber. „Es fehlt ein Zugpferd.“

„In den letzten Jahren ist alles schwieriger geworden“, so Steuber. Es seien immer weniger Leute im Ausschuss geworden, aktuell nur noch sechs bis acht. Auch seien längst nicht mehr alle Vereine dort vertreten. Doch der Aufwand sei nach wie vor groß, wenn die Franzosen alle zwei Jahre nach Bromskirchen kommen - das nächste Mal schon Anfang Juni über Pfingsten.

Die Unterbringung und Verpflegung der Gäste müssen organisiert, Ausflüge und der Abschlussabend geplant werden. Auch der finanzielle Zuschuss der Gemeinde sei in den vergangenen Jahren zurückgegangen, aktuell auf 900 Euro. „Das reicht nicht“, sagte Steuber. Die Gastgeber, die die Franzosen unterbringen, müssten aus eigener Tasche etwas dazuzahlen.

„Wir wünschen uns mehr Rückhalt“, sagte auch Marius Schmitt vom Partnerschaftsausschuss. In Arrou stünde die Gemeindepolitik voll hinter der Partnerschaft. „Nächstes Jahr feiern wir in Arrou 40 Jahre Partnerschaft und 100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs - es wäre ein gutes Zeichen, wenn wir dann mit mindestens einem Bus nach Arrou fahren würden“, so Schmitt.

Peter Steuber bat Gemeindevorstand und Gemeindevertretung, „die Pflicht zu erkennen, dass es eine politische Aufgabe ist, diese Partnerschaft aufrechtzuerhalten“. Auch die Vereine sollen wieder an einen Tisch geholt werden.

Im Parlament wurde am Dienstagabend noch nicht weiter darüber diskutiert, der Ältestenrat wird sich demnächst mit dem Thema beschäftigen, sagte Parlamentschef Willi Reder. Foto: Paulus

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