Lkw fahren durch enge Ortsstraße

Diskussion um Umleitung: Bürgermeister will nichts unternehmen

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Ortseingang Hallenberg: Weil an der Landesstraße in Richtung Frankenberg eine Brücke abgerissen wurde, müssen Verkehrsteilnehmer nun eine Umleitung fahren, und einige kürzen diese durch Bromskirchen ab.

Bromskirchen. Die Bauarbeiten an der Landesstraße von Hallenberg Richtung Frankenberg sorgen in Bromskirchen für Ärger.

Denn neben den erlaubten Autos nutzen auch Lkw den Ort als Abkürzung der Umleitung.

„Wir wollen nicht darauf warten, dass hier was passiert“, sagte Willi Reder am Donnerstagabend in der Parlamentssitzung im Bromskircher Dorfgemeinschaftshaus. Er meinte die Verkehrssituation in der Böhlstraße, die von Bromskirchen in Richtung Somplar führt. Über diese enge Ortsstraße würden sich neben den erlaubten Autos auch „verflixt viele Lkw durchquälen“, um die Umleitung wegen der Straßensperrung in Hallenberg abzukürzen. „Ich werde immer wieder darauf angesprochen“, sagte Reder und bat den Gemeindevorstand, hier tätig zu werden. Die Straßensperrung wegen Brückenbauarbeiten bei Hallenberg in Richtung Frankenberg wird noch einige Monate dauern. Die offizielle Umleitung führt über Bromskirchen und Allendorf.

„Ich teile diese Einschätzung überhaupt nicht“, entgegnete Bürgermeister Karl-Friedrich Frese. Er sei in den letzten Tagen mehrmals in der Böhlstraße gewesen und könne den Eindruck, dass sie von übermäßig vielen Lastwagen genutzt werde, nicht bestätigen. „Ich habe deshalb keine Veranlassung, dass wir was unternehmen müssten“, stellte Frese klar.

Der Gemeindevorstand sei im Vorfeld beteiligt gewesen, wo die Umleitung herführen solle, und Pkw dürften den Gemeindeverbindungsweg zwischen Bromskirchen und Somplar benutzen, nicht aber Fahrzeuge über 7,5 Tonnen.

„Wenn die Anlieger meinen, sie müssen was unternehmen, sollen sie das tun. Ich mache nichts“, sagte Frese. Anlieger hätten schon mehrfach die Polizei informiert, die deshalb fast täglich vor Ort sei. „Jetzt hat einer sogar einen Bus angezeigt, der darf aber da herfahren.“

Es sei „das Normalste“, dass Straßen saniert würden - wie jetzt in Hallenberg. Und irgendwo müsse dann auch die Umleitung herführen, sagte Frese. Als in Bromskirchen und Somplar gebaut worden seien, sei der Verkehr auch über Hallenberg umgeleitet worden. Nun sei es eben umgekehrt. Damit war die Diskussion beendet.

Einig waren sich die Bromskircher Gemeindevertreter bei einem zweiten Verkehrsthema: Die Bürgerliste Bromskirchen um Willi Reder hatte einen Dringlichkeitsantrag gestellt und auf die Gefahrenstelle an Zebrastreifen und Bushaltestelle an der B 236 in Bromskirchen hingewiesen. „Vor kurzem ist da ein Mädchen angefahren worden“, berichtete Reder, der darum bat, diesen Bereich zu entzerren.

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