Innenminister Peter Beuth in Bromskirchen

300.000 Euro und hohe Erwartungen aus Wiesbaden

Jetzt haben sie es schriftlich: Die Gemeinden Allendorf und Bromskirchen erhalten vom Land Hessen 300 000 Euro für ihre neue Verwaltungsgemeinschaft. Innenminister Peter Beuth (Mitte) brachte den Förderbescheid gestern persönlich nach Bromskirchen, um ihn den Bürgermeistern Claus Junghenn (links daneben) und Karl-Friedrich Frese (rechts) zu überreichen. Mit dabei (von links) die Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Armin Schwarz sowie Landrat Dr. Reinhard Kubat. Foto:  Paulus

Bromskirchen/Allendorf. Am 1. Januar startet die Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinden Allendorf-Eder und Bromskirchen.

Hessens Innenminister Peter Beuth hat in Bromskirchen den Förderbescheid über die 300.000 Euro übergeben, die die Gemeinden Allendorf-Eder und Bromskirchen für ihre Verwaltungsgemeinschaft bekommen, die am 1. Januar startet. „Sie sind Pioniere“, sagte Beuth.

Wenn die Hessen-Fahne vor dem Dorfgemeinschaftshaus von Bromskirchen weht und zwei Personenschützer am Eingang des großen Saales wachen, dann muss es dafür einen besonderen Anlass geben. Den gab es auch: Hessens Innenminister Peter Beuth war am Samstagmorgen in eine seiner kleinsten Gemeinden gekommen.

Die Anwesenheit des Ministers allein machte den Tag aber noch nicht so bemerkenswert, sondern vielmehr das, was er mitgebracht hatte: einen Förderbescheid über 300 000 Euro, mit dem das Land die Verwaltungsgemeinschaft honorieren und fördern will, die die Gemeinden Allendorf-Eder und Bromskirchen als erste in Hessen zum 1. Januar 2015 eingehen werden. „Eine neue Ära kommunalen Miteinanders beginnt“, sagte Bromskirchens Bürgermeister Karl-Friedrich Frese.

Interkommunale Zusammenarbeit zwischen Städten und Gemeinden, sagte Innenminister Peter Beuth, sei grundsätzlich nicht ungewöhnlich. „Wenn man das aber in der Form macht, wie Sie es machen, dann ist das herausragend“, stellte der CDU-Politiker fest.

Seit 2008 seien in Hessen neun Millionen Euro Förderung für 130 Projekte der kommunalen Zusammenarbeit bewilligt worden, berichtete Beuth. „Wir wollen die Kommunen motivieren, freiwillig die Zusammenarbeit zu suchen und effizienter zu arbeiten.“ Nach den Erfahrungen der Gebietsreform wolle man keinen Zwang ausüben.

Auch deshalb habe das Land ein großes Interesse daran, dass die erste Verwaltungsgemeinschaft in Allendorf und Bromskirchen ein Erfolg werde. „Sie sind die Pioniere. Das ist ein ganz wichtiges Signal, das ich gerne im ganzen Land verbreite“, sagte Beuth. Auch wegen dieser landesweiten Aufmerksamkeit, so Bürgermeister Frese, müsse die Verwaltungsgemeinschaft ein Erfolg werden.

Von Jörg Paulus 

Wie die Verwaltungsgemeinschaft im Kreishaus in Korbach gesehen wird und welche Kritik Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn am Land äußerte, lesen Sie in der gedruckten Sonntagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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