Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus 

Gunter Demnig verlegte Stolpersteine in Bromskirchen

Die Bromskircher Stolpersteine: Sechs Steine erinnern an sechs Menschen.

Der Künstler Gunter Demning hat am Dienstag vor dem Haus in der Hauptstraße 9 in Bromskirchen sechs Gedenksteine verlegt, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern.

„Damit gehört Bromskirchen ab heute zum größten dezentralen Mahnmal Europas“, sagte der Vorsitzende des Vereins Historisches- und Kulturelles Bromskirchen (HuKB), Jürgen Helduser. Wie Demning erklärte, hat er mittlerweile 57.000 der Messingüberzogenen Pflastersteine in 20 Ländern Europas, vor dem von den Opfern letzten selbstgewählten Wohnort, verlegt.

Jürgen Helduser sagte: „Hier, vor dem früher genannten Jiddenhaus in der Hauptstraße, in dem Jakob und Sophie Neheimer mit ihren Töchtern Anni und Hetti sowie der ledigen Tante Janette Schöntal lebten, haben wir jetzt die Geschichte aus den Büchern auf die Straße verlegt und zeigen, wo Menschen wohnten, denen großes Unrecht getan wurde.“

An der Gedenkfeier nahmen Bromskircher Bürger, Bürgermeister Karl-Friedrich Frese, Pfarrer im Ruhestand Ernst-Dieter Mankel und die vierte Klasse der Bromskircher Grundschule teil. Die Schülerinnen und Schüler bereiten einen Artikel für ihr Projekt „Medien machen Schule“ vor. (wi)

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