1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck
  4. Bromskirchen

Nach Gemeindefusion: Neue Postleitzahl sorgt in Waldeck-Frankenberg noch für Probleme

Erstellt:

Von: Thomas Hoffmeister

Kommentare

Seit dem 1. Januar gehört die frühere Gemeinde Bromskirchen zu Allendorf. Die Umstellung der Adressen läuft jedoch nicht ohne Schwierigkeiten.

Allendorf/Bromskirchen – Ganz so einfach und unproblematisch wie erhofft klappt die Adressen-Umstellung nach der Gemeindefusion von Allendorf-Eder und Bromskirchen offenbar nicht. Gisela Dirks aus Bromskirchen ist jedenfalls ziemlich verärgert:

„Beim Lesen des Artikels ,Zwei Gemeinden sind jetzt eine‘ am 2. Januar war die Euphorie der Fusions-Verantwortlichen doch recht groß. So las man in dem Statement von Frau Carmen Möller, dass die Bromskircher einfach, wie bei einer Adressenänderung wegen Umzug, die Versicherungen etc. über die neue Postleitzahl 35108 informieren sollen. Als pflichtbewusste Bromskircher Bürgerin machte ich mich gleich ans Werk. Das Ergebnis war jedoch ernüchternd“, schreibt Gisela Dirks.

Allendorf: Änderung „systembedingt nicht möglich“

„Bei jeder der von mir veranlassten Postleitzahl-Änderungen kamen Rückfragen der betreffenden Stellen mit dem Hinweis, dass eine Änderung der neuen Postleitzahl in 35108 Allendorf mit dem Bromskircher Straßennamen systembedingt nicht möglich ist, weil die alte Postleitzahl 59969 Bromskirchen bis auf weiteres verwendet wird.“

Auf Nachfrage erklärte Gisela Dirks, dass sie unter anderem bei der Telekom, der Post, dem Burda-Verlag und bei einem Landwirtschaftlichen Wochenblatt versucht habe, ihre Bromskircher Adresse (Straße von Arrou) mit der neuen Postleitzahl 35108 und dem Ortsnamen Allendorf zu hinterlegen.

Neues Ortsschild nach der Gemeindefusion für Bromskirchen: Das Schild montierten Thomas Heinz und Tobias Inden (auf dem Lkw). Unten stehen Axel Klingauf und Bauhofleiter Horst Huhn.
Neues Ortsschild nach der Gemeindefusion für Bromskirchen: Das Schild montierten Thomas Heinz und Tobias Inden (auf dem Lkw). Unten stehen Axel Klingauf und Bauhofleiter Horst Huhn. © Hoffmeister, Thomas

Sicher zugestellt werde die Post derzeit aber nur, wenn man die bisherige Postleitzahl 59969 Bromskirchen weiterhin verwende, sagt Gisela Dirks.

Bromskirchen: Problem bei der Gemeindeverwaltung bekannt

Stefan Noll, dem Hauptamtsleiter der Gemeindeverwaltung Allendorf, sind diese Probleme bekannt. Man habe beispielsweise dem für Navigations-Daten zuständigen Amt für Bodenmanagement und der Deutschen Post-AG „schon im August 2022“ die bevorstehende Änderung der Postleitzahl und des neuen Ortsnamens Allendorf für die bisherige Gemeinde Bromskirchen schriftlich mitgeteilt, versichert Noll. Doch offenbar hätten diese Behörden erst im Dezember oder Januar mit der Umstellung begonnen. „Die Post braucht voraussichtlich noch den kompletten Januar“, sagt Noll.

Zugesagt habe die Deutsche Post-AG, dass Sendungen mit der alten Postleitzahl 59969 Bromskirchen „noch bis Juni 2023“ zugestellt werden.

Auch beim Versandhandel Amazon habe die Gemeindeverwaltung angefragt. Die Option einer neuen Postleitzahl bzw. einer Änderung des Ortsnamens sei dort aber nicht hinterlegt. Auch bei mehreren Versicherungen gebe es Probleme mit der Umstellung der Postleitzahl und des Ortsnamens, berichtet Noll.

Lkw-Fahrer suchen Firma Hoppe in früherer Gemeinde Bromskirchen

Der Gemeindeverwaltung seien auch Schwierigkeiten nach der Adressen-Umstellung von der Firma Hoppe in Bromskirchen bekannt, wo auswärtige Lkw-Fahrer das Firmengelände unter der Postleitzahl 35108 vergeblich gesucht hätten.

„Wir sind bei der Umstellung leider auf andere Stellen angewiesen“, bittet Stefan Noll alle Betroffenen um Verständnis.  

Auch interessant

Kommentare