Rotmilan-Höhenweg vielleicht bald mit Dodenau und "Pfütze"

Der Rotmilan-Höhenweg – hier zwischen Wunderthausen und Diedenshausen: Das Fünfeck stand ursprünglich für die fünf beteiligten Orte. Wunderthausen ist mittlerweile ausgetreten, Dodenau und Neuludwigsdorf könnten dazukommen. Archivfoto:  Paulus

Bromskirchen/Dodenau. Der Rotmilan-Höhenweg im Elsofftal könnte auf hessisches Gebiet ausgeweitet werden, um Neuludwigsdorf und Dodenau anzubinden. Dies hat Hartmut Dienst mitgeteilt, Sprecher der Interessengemeinschaft (IG) Rotmilan-Höhenweg.

Hintergrund ist auch, dass der „Verein zur Pflege der Dorfgemeinschaft Wunderthausen“ zum 1. Oktober 2014 aus der IG ausgetreten ist. Laut Hartmut Dienst wollte der Verein den ihm zugeordneten Abschnitt des 38 Kilometer langen Wanderweges nicht mehr betreuen und die 2013 unterzeichnete Vereinbarung nicht mehr in allen Punkten mittragen. „Damit konnte die Mitgliedschaft in der IG leider nicht fortgeführt werden, und wir waren gezwungen, die Nordschleife des Rotmilan-Höhenwegs aufzulassen“, sagte Hartmut Dienst der HNA.

Es wurde eine alternative Wegführung gesucht und ausgeschildert, die laut Dienst kein vollwertiger Ersatz für die Nordschleife und nur als begrenzte Zwischenlösung gedacht sei.

Darüber hinaus „konkretisieren sich unsere Pläne, die bisherige Wegführung auf hessisches Gebiet auszuweiten“, sagte Hartmut Dienst. Dadurch sollen der Bromskircher Ortsteil Neuludwigsdorf („Pfütze“) und der Battenberger Stadtteil Dodenau in den Wanderweg eingebunden werden. Auch die Ederbergland-Touristik in Frankenberg sei in diese Pläne involviert.

Neben dem Austritt von Wunderthausen hat die IG noch ein zweites Problem: Der Wanderweg kann nicht zertifiziert werden, weil der Anteil der asphaltierten Strecken zu hoch ist. Mit einer Zertifizierung mit dem Deutschen Wandersiegel wäre der Weg aber viel besser zu vermarkten.

Und damit gibt es nun das nächste Problem: In Seibelsbach, das zu Bromskirchen gehört, soll eine neue Wanderschutzhütte am Rotmilan-Höhenweg gebaut werden - als Ersatz für eine alte. Ohne eine Zertifizierung des Wanderwegs gibt es dafür aber keine Förderung durch Leader-Mittel der Region Burgwald-Ederbergland. „Das Projekt Wanderschutzhütte ist damit vorerst gescheitert“, hatte Bürgermeister Karl-Friedrich Frese bereits im Bromskircher Parlament berichtet.

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