Weltkriegs-Fotoausstellung im Alten Rathaus in Bromskirchen

Sie verbanden mit den Fotos und Beschreibungen in der Ausstellung eigene Erinnerungen: Gerda Bender (links) und Christa Ranniko, deren Vater aus russischer Gefangenschaft flüchten konnte und mit einem Kompass den Weg nach Bromskirchen fand, wo er wenige Jahre später bei einem Waldunfall ums Leben kam. Foto: Arnold

Bromskirchen. Auf dem Ehrenmal stehen 63 Namen von Kriegsopfern des Zweiten Weltkrieges aus Bromskirchen, 52 von ihnen konnten nun auch ihre Gesichter und Schicksale zugeordnet werden.

Dazu hat der Verein historisches und kulturelles Bromskirchen eine Fotoausstellung im Alten Rathaus eröffnet.

Die 70-jährige Wiederkehr zum Ende des Zweiten Weltkrieges war der Anlass für den Verein, in dieser besonderen Weise die Erinnerungen wachzuhalten, zu mahnen und zu gedenken. Die Kriegsopfer, denen jährlich am Volkstrauertag am benachbarten Ehrenmal gedacht wird, sind jetzt aus ihrer Anonymität herausgetreten.

Zu ihren Namen sind auch ihre Gesichter zu sehen. „Bei unseren Recherchen und Zuordnungen der einzelnen Schicksale sind schon beklemmende Gefühle aufgekommen“, sagte der Vorsitzende des Vereins, Jürgen Helduser, am Samstag bei der Ausstellungseröffnung.

Auch der Geschichte der einzigen in Bromskirchen lebenden jüdischen Familie wird mit einer Tafel in der Ausstellung gedacht.

 

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