Brunftschreie der Hirsche in Waldeck-Frankenberg

Interessantes Schauspiel: Einen Rothirsch in einem Wildpark aus der Nähe zu erleben, ist besonders beeindruckend. Vor allem während der Brunftzeit. Foto: Kalden

Waldeck-Frankenberg. Die Hirschbrunft ist mittlerweile in vollem Gange. Ein Forstbeamter im Oberen Edertal vernahm bereits am 14. September den ersten Brunftschrei dieses Jahres.

Die einen verschmähen das Rotwild, die größte einheimische Wildart, als „große braune Rindenfresser“. Andere verherrlichen vor allem den männlichen Rothirsch mit seinem im Alter oft ausladenden und endenreichen Geweih.

Im Nationalpark Kellerwald-Edersee werden Führungen von Rangern zur Hirschbrunft angeboten, die aber schon ausgebucht sind. Versierte Führer ahmen während der Touren das Röhren des Hirsches mit verschiedenen Hilfsmitteln so nach, damit der Hirsch antwortet und vielleicht auch näher kommt.

Es gibt sogar Wettbewerbe in der Disziplin „Hirschruf”. Ein mehrmaliger Deutscher Meister darin ist ein Forstwirt aus dem benachbarten obersten Lahntal.

Wer nicht nur den Hirschruf in freier Wildbahn vernehmen, sondern auch bei Tageslicht das faszinierende Naturspektakel der Hirschbrunft erleben möchte, der hat in Tierparks dazu beste Gelegenheiten, zum Beispiel im Wildpark Edersee, im Wildpark Frankenberg, im Tiergehege Dodenau, im Wild- und Freizeitpark Willingen, im Wildwald Voßwinkel bei Arnsberg und im Wildpark Knüll. (zqa)

Wie die Führungen des Nationalparkamtes Kellerwald ablaufen und warum sie immer schnell ausgebucht sind, das lesen Sie in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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