Bürgermeister Koch im Bürgergespräch: Er setzt das Kreuzchen ins „O“

Wahlkampf: Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch wirbt bei Bürgergesprächen um Stimmen für seine Wiederwahl – mit Broschüren und einer Power-Point-Präsentation. Foto: Biedenbach

Burgwald/Bottendorf. Mit einem Gag endet Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch seine Bürgergespräche: Er setzt bei der Powerpoint-Präsentation das Wahlkreuchen ins "O" von seinem Nachnamen.

Um seine Wiederwahl muss sich Lothar Koch (parteilos) keine Sorgen machen. Der 47-Jährige ist der einzige Kandidat bei der Bürgermeisterwahl am 30. November. Und sechs der sieben Fraktionen der Burgwalder Gemeindevertretung unterstützen ihn. Zu fürchten hat er - gerade angesichts dieser klaren Sache - allerdings eine geringe Wahlbeteiligung.

Mit Bürgergesprächen in allen Ortsteilen wirbt Lothar Koch derzeit dafür, dass die Bürger an die Urne gehen. Die Resonanz ist unterschiedlich: Rund 50 Teilnehmer waren es im kleinen Wiesenfeld. Am Freitagabend sind es im größten Ortsteil Bottendorf nur 30. Kritiker der bei Bottendorf geplanten Siloanlage sind nicht dabei.

Koch lässt sich von der mauen Beteiligung nicht irritieren und startet seine anschauliche, mit vielen Fotos versehene Power-Point-Präsentation.

Wahlversprechen 2008

Punkt für Punkt geht er seine Wahlversprechen von 2008 durch, als er haushoch gegen Mitbewerber Volker Heß (SPD) gewann und Nachfolger von Adam Daume (SPD) wurde. Fast an alle Projekte - vom Seniorenbeirat über Unterstützung junger Familien bis zur Zusammenarbeit mit allen Fraktionen - macht er einen dunkelroten Haken für erledigt. Nur an zwei Stellen nicht: Bei der Konsolidierung des Haushaltes ist sein Haken nur rosa: Ausgaben für die undichten DGH-Dächer und die Probleme mit dem Trinkwasser aus dem Tiefenbrunnen Wiesenfeld konnte keiner vorhersehen.

Was noch komplett fehlt, ist die versprochene Gründung eines Arbeitskreises Wohnen, Leben und Arbeiten. „Das machen wir in der nächsten Runde“, sagt er.

Das Erreichte

Nächster Punkt ist das Erreichte. Da reicht die Liste von der Reduzierung der Personalkosten und dem Anbau an die Gemeindeverwaltung über die Ansiedlung von neuen Unternehmen (Ropal, Skoda-Autohaus), das „hervorragende Krisenmanagement“ und neue Konzept in Sachen Wasserversorgung bis hin zu Kulturveranstaltung wie Kindertheater, Gemeindeseniorentage und Kultursommer-Nordhessen-Terminen. Und auch aus allen Ortsteilen zeigt Koch Fotos von Erreichtem.

Die Zukunft

„Bewährtes erhalten, gemeinsam mit neuen Ideen gestalten“. Das bleibt auch in Zukunft Kochs Slogan. Und er macht kein Hehl daraus, dass da „dicke Bretter zu bohren sind“. Am schwierigsten ist die Haushalts-Konsolidierung. (mab)

Was Koch zur schwierigen Finanzlage und zum Stand der geplanten B-252-Umgehung im Burgwald sagt, das lesen Sie in der gedruckten Montagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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