Gemeindezusammenschluss ab 2023

Bürger haben entschieden: Allendorf-Eder und Bromskirchen fusionieren

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Die Gemeinden Allendorf-Eder und Bromskirchen werden sich zum 1. Januar 2023 zusammenschließen. Das haben die Bürger bei einem Bürgerentscheid am Sonntag entschieden.

Allendorf/Bromskirchen - Für einen erfolgreichen Bürgerentscheid musste die Mehrheit der abgegebenen Stimmen sowohl in Allendorf als auch in Bromskirchen auf die Antwort Ja entfällt. Dabei musste die Mehrheit an Ja-Stimmen mehr als 25 Prozent der Wahlberechtigten betragen – getrennt nach jeder Gemeinde. Das bedeutet, dass am Sonntag in Allendorf mindestens 1075 Ja-Stimmen und in Bromskirchen mindestens 390 Ja-Stimmen vorliegen mussten. 

Dieses Ergebnis wurde deutlich erreicht.  In Allendorf stimmten 1525 Wähler für die Fusion (72 Prozent), 588 dagegen (Wahlbeteiligung 50,34 %). In Bromskirchen waren 612 dafür (73 Prozent) und 223 dagegen (Wahlbeteiligung 54,87 %). 

Es war ein langer Wahlabend

Am Ende eines langen Wahlabendes stand fest, dass rund 72 Prozent der Allendorfer und etwa 73 Prozent der Bromskircher beim Bürgerentscheid für die Fusion der beiden Gemeinden zum 1. Januar 2023 gestimmt haben. Auch das nötige Quorum mit jeweils 25 Prozent Ja-Stimmen der Wahlberechtigten wurde erreicht. Bis gegen 22.45 Uhr waren Briefwahlstimmen ausgezählt worden.

„Die Leute haben erkannt, dass der Zusammenschluss beider Gemeinden die logische Konsequenz der bisher schon praktizierten Kooperation ist“, sagte Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn in einem ersten Statement.

Sein Kollege Ottmar Vöpel, ehrenamtlicher Bürgermeister von Bromskirchen, zeigte sich auf Nachfrage „glücklich und froh“ über die deutliche Mehrheit für die Fusion. „Die Bürger in Allendorf und Bromskirchen haben Mut, Weitsicht und Vertrauen bewiesen. Sie haben offenbar erkannt, dass wir die richtigen Vorbereitungen getroffen haben.“

So geht es jetzt weiter

Nach einem Zusammenschluss von Allendorf und Bromskirchen zum 1. Januar 2023 ändert sich das Gemeindegebiet. Deshalb sieht die Hessische Gemeindeordnung vor, dass es in diesem Fall zu einer Nachwahl einer dann gemeinsamen Gemeindevertretung kommt. Diese Nachwahl muss innerhalb eines halben Jahres nach dem Zusammenschluss stattfinden, also bis spätestens 30. Juni 2023.

Für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zur Nachwahl regelt der Grenzänderungsvertrag die vorläufige Vertretung von „Alt-Bromskirchen“ in der Gemeindevertretung und im Gemeindevorstand.

Und nach dem Zusammenschluss ist auch eine Bürgermeisterwahl erforderlich, weil der bisherige Allendorfer Bürgermeister Claus Junghenn nicht für das – dann ehemalige – Gemeindegebiet Bromskirchen gewählt wurde. Es bietet sich an, die im Herbst 2023 anstehende Bürgermeisterwahl ebenfalls bis Ende Juni 2023 mit die Wahl der neuen Gemeindevertretung durchzuführen. Der in Bromskirchen derzeit ehrenamtliche Bürgermeister wird überflüssig.

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