Bürgerentscheid am 14. März mit Kommunalwahl

Bürger in Allendorf und Bromskirchen entscheiden am Sonntag über Gemeindefusion

Stimmzettel Ja/Nein
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Ja oder Nein? Darüber stimmen die Wähler in Allendorf und Bromskirchen am 14. März beim Bürgerentscheid zur Gemeindefusion ab.

In Allendorf/Eder und Bromskirchen stimmen die Bürger am 14. März anlässlich der Kommunalwahl darüber ab, ob sich ihre beiden Gemeinden zum 1. Januar 2023 zu einer Gemeinde zusammenschließen. Wir erklären, wie der Bürgerentscheid abläuft.

Allendorf/Bromskirchen - Der Stimmzettel für den Bürgerentscheid in Allendorf/Eder und Bromskirchen ist gelb und beinhaltet die Frage: „Sind Sie dafür, dass sich die Gemeinden Allendorf/Eder und Bromskirchen zu einer Kommune zusammenschließen?“

Wirksam wird der Bürgerentscheid, wenn die Mehrheit der abgegebenen Stimmen sowohl in Allendorf als auch in Bromskirchen auf Ja entfällt. Dabei muss die Mehrheit an Ja-Stimmen mehr als 25 Prozent der Wahlberechtigten betragen – getrennt nach jeder Gemeinde. Das bedeutet, dass in Allendorf mindestens 1075 Ja-Stimmen und in Bromskirchen mindestens 390 Ja-Stimmen vorliegen müssen.

Musterstimmzettel für den Bürgerentscheid über den Zusammenschluss der Gemeinden Allendorf/Eder und Bromskirchen.

„Daher ist die Teilnahme an der Wahl und insbesondere am Bürgerentscheid besonders wichtig. Die beiden Gemeinden bitten daher darum zu wählen“, sagen die Bürgermeister Claus Junghenn (Allendorf) und Ottmar Vöpel (Bromskirchen).

Auch die Unternehmer Viessmann, Ante und Hoppe haben sich bereits für den Gemeindezusammenschluss ausgesprochen. „Der Gemeindezusammenschluss von Allendorf und Bromskirchen eröffnet viele, viele neue Chancen. Größere Gemeinden sind einfach wirtschaftlicher, aber vor allem zukunftssicher“, sagte beispielsweise Maximilian Viessmann.

Diese Woche hat auch der Hessische Steuerzahlerbund die Bürger der beiden Gemeinden aufgerufen, an dem Bürgerentscheid teilzunehmen und mit Ja zu stimmen. Nach Auffassung des Steuerzahlerbundes würde nicht nur der Gemeindehaushalt von einem Zusammenschluss profitieren, auch für die Bürger entstünden Vorteile.

Ziele und Folgen der Fusion

Nach dem Motto „alleine stark, gemeinsam stärker“ werde mit dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden folgendes erreicht, sagen die Bürgermeister Junghenn und Vöpel:

  • Die kommunalen Dienstleistungen und Infrastruktur werden für die Zukunft gesichert und bleiben bürgernah, Verwaltungs- und Bauhofstandorte bleiben vor Ort
  • Alle Ortsteile behalten ihren Namen
  • Die Kindergartenstandorte bleiben erhalten
  • Die Grundschulstandorte bleiben in Allendorf/Eder und Bromskirchen
  • Die Position im Oberen Edertal wird nachhaltig gestärkt. Das Kooperative Mittelzentrum Allendorf/Battenberg bleibt erhalten
  • Das ehrenamtliche Engagement wird verstärkt gefördert
  • Die Verwaltungsstrukturen werden schlanker
  • Jährlich können rund 500.000 Euro im Administrativen eingespart werden, die den Bürgern zu Gute kommen
  • Das Land tilgt mehr als 2,3 Millionen Euro Schulden
  • Die Steuern und Abgaben können für alle einheitlich auf niedrigem Niveau gehalten werden.

Wie geht es weiter?

Bei einem positiven Bürgerentscheid schließen sich die beiden Gemeinden zum 1. Januar 2023 unter dem Namen Allendorf/Eder zusammen. Die wichtigste Aufgabe ist die Erstellung des Grenzänderungsvertrages und die Beschlussfassung zum Grenzänderungsvertrag in beiden Gemeindevertretungen in Allendorf und Bromskirchen. Im Jahr 2023 finden dann die Nachwahlen zur neuen, dann gemeinsamen Gemeindevertretung und für das Bürgermeisteramt statt.

Weitere Infos

Auf der gemeinsamen Homepage allendorf-bromskirchen.de kann die Machbarkeitsstudie nachgelesen werden. Dort gibt es auch einen Briefkasten mit Fragen und Antworten. Und dort wird in Videos kompakt über wichtige Themen der Fusion informiert.

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