CDU-Kreisvorsitzender kündigt Bewerbung an

Bundestagswahl: Armin Schwarz will in Waldeck kandidieren

Der Wahlkreis 167 ist riesig: Armin Schwarz (rechts) zeigt auf den nördlichsten Ort Wesertal, Thomas Viesehon auf Lichtenfels-Neukirchen im Süd-Westen.
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Der Wahlkreis 167 ist riesig: Armin Schwarz (rechts) zeigt auf den nördlichsten Ort Wesertal, Thomas Viesehon auf Lichtenfels-Neukirchen im Süd-Westen.

Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Armin Schwarz hat seine Bewerbung um eine Kandidatur bei der Bundestagswahl 2021 angekündigt.

Schwarz reagiert damit auf den am 13. August von Thomas Viesehon ausgesprochenen Verzicht auf eine vierte Kandidatur im Wahlkreis Waldeck. Der Bad Arolser Berufsschullehrer, der im November 2011 als Ersatzkandidat von Wilhelm Dietzel erstmals in den Landtag einrückte und 2014 und 2019 das Direktmandat im Landtags-Wahlkreis 5 errang, bewirbt sich nun bei seiner Partei um eine Kandidatur bei der Bundestagswahl im Herbst 2021.

Sollte Schwarz gewählt werden, würde er sein Landtagsmandat aufgeben. Für den Direktgewählten würde sein persönlicher Ersatzbewerber Jan-Wilhelm Pohlmann aus Diemelsee in den Landtag nachrücken.

Der Bundestagswahlkreis 167 umfasst nach jetzigem Zuschnitt 28 Städte und Gemeinden aus dem Waldecker Land und dem Kreis Kassel. Deshalb müssen auch die CDU-Delegierten aus den Stadtverbänden ihr Votum über den Spitzenkandidaten abgeben. Die Wahlkreisdelegiertenversammlung tagt wahrscheinlich im Januar. Bei dieser Gelegenheit könnten sich auch weitere Mitglieder um eine Kandidatur bewerben.

Der Kreisvorsitzende der CDU in Kassel-Land, Michael Aufenanger, habe seinem Amtskollegen in Waldeck-Frankenberg Armin Schwarz bereits signalisiert, dass sein Verband keinen Gegenkandidaten präsentieren wolle. Unterstützung sei ihm auch vom Bundestagsabgeordneten Bernd Siebert und von Ministerpräsident Volker Bouffier signalisiert worden.

Im Volkmarser Rathaus schilderte Schwarz am Montag, wie sehr er von Thomas Viesehons Verzicht am 13. August überrascht worden sei. Viesehon habe als Abgeordneter von 2013 bis 2017 eine hervorragende Arbeit gemacht. Deshalb sei er auch fest davon ausgegangen, dass Viesehon ein viertes Mal kandidieren würde. Bei der Kreiskonferenz am Montag sei diese Personalie bedauert und intensiv diskutiert worden. Sehr schnell hätten sich dann viele für eine Kandidatur des Landtagsabgeordneten Schwarz ausgesprochen. Er habe sich jedoch erst mit seiner Familie und der Landtagsfraktion besprechen müssen. Als von überall Zustimmung signalisiert worden sei, habe er sich bereiterklärt, sich als Kreisvorsitzender der Verantwortung zu stellen.

Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Viesehon betonte, dass er sich nicht gegen eine Kandidatur entschieden habe, sondern für seine Arbeit als Mitarbeiter der Raiffeisenbank Volkmarsen und seine ehrenamtliche Arbeit als Erster Stadtrat in Volkmarsen. Viesehon unterlag bei der Wahl 2017 seiner SPD-Herausfordererin Esther Dilcher aus Hofgeismar.

Es stehe ihm nicht zu, sagte Viesehon, einen Nachfolger zu bestimmen, dennoch habe er als stellvertretender Bezirksvorsitzender ein Anforderungsprofil formuliert, das hervorragend auf Schwarz zutreffe: „Er muss es können, man muss ihn kennen, er sollte den Wahlkreis gewinnen können und Rückhalt in der hessischen CDU haben.“

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