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Burg Lichtenfels: Hochkarätige Unterhaltung im Rittersaal

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Großartiges Konzert: Der Trompeter Michael Heinrich (Weimar, links)), Jürgen Härtig (Erfurt) an der Orgel und die Sopranistin Heike Porstein (Weimar) sangen und spielten auf Burg Lichtenfels Werke aus Barock und Romantik.
Großartiges Konzert: Der Trompeter Michael Heinrich (Weimar, links)), Jürgen Härtig (Erfurt) an der Orgel und die Sopranistin Heike Porstein (Weimar) sangen und spielten auf Burg Lichtenfels Werke aus Barock und Romantik. © Hans Peter Osterhold

Im vollbesetzten Rittersaal von Burg Lichtenfels ließen Veranstalter und Gäste das Jahr bei einem qualitativ hochkarätigen Konzert ausklingen.

Lichtenfels – Die meist geistlichen Stücke wurden mit Gesang, Orgel und Trompete vorgetragen. 15 anspruchsvolle Werke standen auf dem Programm: meist Barockstücke von Bach bis Händel, dazu aus der Romantik, beispielsweise von Mendelssohn, und zwei etwas neuere Werke gab es auch. Mal mit Orgel, Sopran und Trompete gemeinsam, mal in unterschiedlichen Kombinationen.

Die Bach-Kantate „Mein gläubiges Herze“, bearbeitet für Sopran, Trompete und Orgel, gab schon einmal einen würdigen Vorgeschmack auf die Qualität und den Anspruch, die folgen sollten. Im Instrumentalstück für Orgel entlockte der Organist Jürgen Härtig dem elektronischen Instrument interessante Tonfolgen. Die englische Version der Händel-Arie „He Shall Feed His Flock Like a Shepherd“ aus dem Messias wurden von Orgel und Sopran vorgetragen. Die Choralbearbeitung „Jesu bleibet meine Freude“, eines der bekanntesten Bach-Werke, wurde souverän mit Sopran und Trompete umgesetzt, gefolgt von einer C-Dur-Fuge „Adagio“, recht fulminant interpretiert für Orgel solo. Eine zweite Arie in italienischer Sprache leitete die Pause ein, mit anspruchsvollen Partien für die Sopranistin Heike Porstein.

Zwei ausführliche Stücke von Felix-Mendelssohn Bartholdy markierten den Start in den zweiten Konzertteil. Zunächst erklang aus dem Oratorium „Elias“ wieder eine anspruchsvolle Arie, in der die Sängerin das gesamte Potential ihrer Stimmen abrufen konnte. Das nicht weniger anspruchsvolle Präludium und die Fuge d-moll für die Orgel erforderten Konzentration für Organist und Publikum gleichermaßen.

Zwei etwas moderne Stücke von Trunck und Rieger erinnerten an das bevorstehende Weihnachtsfest. Die ruhige Ode „Eternal Source of Light Divine“ von Händel war ursprünglich für den Geburtstag von Queen Anne 1713 geschrieben worden und bot einen würdigen Abschluss. Sie wurde als Zugabe noch ein zweites Mal gesungen und gespielt.  os

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