Spendenmarsch

Spendenmarsch: 50 Kilometer in Feuerwehr-Ausrüstung durch den Burgwald

Spender am Straßenrand: Wie hier in Berghofen feuerten die Menschen die Feuerwehr-Läufer an und spendeten für den Verein Pro Mater Sano.
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Spender am Straßenrand: Wie hier in Berghofen feuerten die Menschen die Feuerwehr-Läufer an und spendeten für den Verein Pro Mater Sano.

In Feuerwehr-Montur und zum Teil mit Atemschutzflaschen auf dem Rücken sind sieben Feuerwehrmänner aus Waldeck-Frankenberg 50 Kilometer durch den Burgwald gegangen - und haben Geld für krebskranke Mütter mit kleinen Kindern gesammelt.

Gerührt waren er und die weiteren sechs Feuerwehrmänner, die den Marsch in voller Schutzausrüstung und teilweise noch mit Atemschutzflasche auf dem Rücken mitmachten, von der Welle der Sympathie, die sie erfuhren, wenn sie bei ihrem Marsch in Orte kamen und Spenden für den Verein Pro Mater Sano einsammelten.

In allen Orten (Route siehe Hintergrund) empfingen sie die örtlichen Feuerwehren mit Tatütata und Feuerwehrfahrzeugen und feuerten die Gruppe an. Schließlich wissen die Aktiven, was es bedeute, einen solchen Marsch mit 25 Kilo Ausrüstung zurückzulegen. „Das hat uns angepeitscht, weiterzugehen“, schildert der 49-jährige Müller.

Mitgezogen wurden die Läufer auch von Jochen Drüen und Sohn Yannik Drüen, die an der Spitze gingen. Das Duo trainiert bis zu sechs Mal die Woche, hat erst im Oktober in Edertal einen doppelt so langen Spendenmarsch für die Kinderkrebshilfe bewältigt und nimmt auch an Feuerwehrenläufen auf europäischer Ebene teil. „Sie haben gleich zu Anfang auf Tempo gesetzt, damit wir zügig durchkommen“, schildert Müller. Die Drüens sorgten mit ihrer Zugkraft dafür, dass alle Teilnehmer eine durchschnittliche Gehgeschwindigkeit von zirka 5,7 Kilometer pro Stunden durchhielten und schließlich in nur neun Stunden gemeinsam am Ziel ankamen. Sogar für einen kleinen Endspurt in Burgwald reichte es bei den Läufern noch – bejubelt von Passanten und Wehrleuten. „Da spürte man gar nicht mehr, wie weh die Füße taten“, sagt Müller.

Sie dankten den Läufern: (von links) Ina Becker, Charlotte Arnold und Carina Binder vom Vorstand Pro Mater Sano mit der zu einem Poster vergrößerten Dankeskarte für die Läufer.

Mitglieder von Pro Mater Sano versorgten die Gruppe, zu der auch Sarah Eisenberg aus Gellershausen als Privatperson gehörte, während der gesamten Tour mit Getränken und Snacks, die die Läufer meist nur im Vorbeigehen aufnahmen. „Richtige Pausen haben wir aber nicht gemacht. Wenn man erst einmal anhält, ist es schwer, wieder ins Gehen zu kommen“, sagt Müller. Rund 1700 Euro kamen so für den Verein, der krebskranke Mütter mit kleinen Kindern unterstützt, zusammen. „Wir sind überglücklich über diesen tollen Tag. Es war sehr beeindruckend und es waren viele Gänsehaut-Momente dabei “, sagt Sprecherin Carina Binder voller Dank.

Vor dem Start am Samstag um 7 Uhr in Burgwald, hatten Freiwillige der Johanniter-Unfallhilfe die Läufer auf Corona getestet. Sie hatten die Gruppe mit ihrem Fahrzeug auch die ganze Zeit über begleitet.

Außer ein paar Blasen an den Füßen zu versorgen, mussten sie aber nicht eingreifen.

Teilnehmer, Strecke, Verein Pro Mater Sano

Am Spendenlauf haben folgende Feuerwehrmänner teilgenommen: Steffen Müller (Burgwald), Nico Binder, Micha Ahlborn und Marwin Sawade (alle Birkenbringhausen), Benjamin Blumenfeld (Allendorf/Eder) sowie Jochen Drüen (Bad Arolsen-Wetterburg) und Sohn Yannik Drüen (Bad Wildungen). Zudem ging Sarah Eisenberg (Gellershausen) in Zivil die ganze Strecke mit.

Die Strecke, die der Burgwalder Steffen Müller zusammengestellt hatte, führte von Burgwald über Bottendorf, Roda, Ernsthausen Münchhausen, Wollmar, Berghofen, Battenberg, Battenfeld, Rennertehausen, Haine und Röddenau zurück nach Burgwald – meist über asphaltierte Straßen und einige Waldwege.

Der Erlös geht an den gemeinnützigen Verein Pro Mater Sano, dessen Vorsitzende

Charlotte Arnold aus Birken-bringhausen stammt. Dort hat der Verein auch etliche Mitglieder. Pro Mater Sano bietet krebskranken Müttern mit Baby und/oder Kleinkind vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten. mab

pro-mater-sano.de

Von Martina Biedenbach

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