Abfahrtszeiten bei der Burgwaldbahn bleiben

Am Bahnübergang bei Simtshausen: Auf der Bahnstrecke Marburg-Frankenberg soll sich auch mit der neuen Verbindung nach Korbach nichts ändern. Foto: Koelschtzky

Münchhausen/Burgwald. Eine gute Nachricht gibt es erst einmal für die Anlieger der Burgwaldbahn zwischen Marburg und Frankenberg:

An den bisherigen Abfahrtzeiten in Marburg Richtung Frankenberg, abwechselnd zur Minute 29 und 43, soll sich mit der Wiedereröffnung der Strecke nach Korbach nichts ändern.

In der vergangenen Woche haben RMV und NVV in einem Gespräch gemeinsam erklärt, es bleibe auch mit der Wiedereröffnung der Bahnverbindung von Frankenberg nach Korbach, die für den 14. September geplant ist, beim so genannten „Hinketakt“: Die Züge von Marburg Richtung Frankenberg fahren weiter abwechselnd zur Minute 29 und 43 ab, sagt NVV-Pressesprecherin Sabine Herms.

Wichtig ist das vor allem für die Schüler und für Menschen, die aus Richtung Kassel nach Marburg kommen und auf die Burgwaldbahn umsteigen wollen, erklärt Michael Haubrock-Terörde, Vertreter der Gemeinde Münchhausen im Rhein-Main-Verkehrsverbund.

Er berichtet, dass der Fahrgastverband „Pro Bahn“ im Winter angekündigt hatte, auch auf der Burgwaldbahn solle ein entsprechender Stundentakt eingeführt werden. Der Zug Richtung Frankenberg solle zukünftig immer zur Minute 29 in Marburg abfahren.

„Das hätte gravierende Folgen für die Anlieger an der Frankenberger Strecke“, erklärt er. „Die Schüler haben jetzt von Marburg mittags einen 43er-Anschluss, 29 würden die meisten nicht schaffen. Das bedeutet, dass sie fast eine Stunde in Marburg warten müssen.“ Zudem komme bei Abfahrt zur Minute 29 den Reisenden aus Richtung Kassel in Cölbe die Burgwaldbahn entgegen. Auch sie warten dann eine Stunde in Marburg auf Anschluss.

Dabei sei erst vor knapp fünf Jahren endlich erreicht worden, dass der Anschluss aus Richtung Kassel an die Burgwaldbahn wenigstens zweistündlich klappt, sagt er. Zwar habe sich dieser Anschluss mit der Einführung des Stundentaktes auf der Main-Weser-Bahn von Kassel nach Frankfurt etwas verschlechtert, aber die Fahrgäste müssten nicht unzumutbar länger warten.

Als dann die Marburger Stadtwerke zum Jahresbeginn Fahrpläne herausgaben, in denen bereits der Stundentakt zur Minute 29 auf der Burgwaldbahn stand - irrtümlich, wie sich herausstellte - befürchteten die Münchhäuser, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. „Von RMV und NVV hieß es immer, die Abstimmungen seien noch nicht fertig“, sagt er. „Aber die Priorität des RMV liegt eindeutig auf den Fahrgästen in Richtung Frankfurt, da ist ein Simtshäuser für die Planung ziemlich weit weg.“ Entsprechend verabschiedete das Münchhäuser Parlament im Februar eine Aufforderung an die beiden Verkehrsverbände, die Interessen der Fahrgäste auf der Strecke nach Frankenberg zu berücksichtigen.

Das scheint nun zu passieren. „Mit der Eröffnung der Strecke nach Korbach im September wird sich an den Fahrplänen nichts ändern“, versichert Sabine Herms. (ky)

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