Oberboden wird für Untersuchungen abgeschoben

B-252-Umgehung zwischen Münchhausen und Ernsthausen: Archäologe begleitet Baggerarbeiten

Für den Bau der B 252-Umgehung Münchhausen, Wetter Lahntal ist jetzt südlich von Ernsthausen Oberboden abgeschoben und an Wegrändern abgelagert worden. Rechts das Brückenbauwerk, das für die neue Trasse bereits 2017 bei Ernsthausen errichtet wurde.
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Für den Bau der B 252-Umgehung Münchhausen, Wetter Lahntal ist jetzt südlich von Ernsthausen Oberboden abgeschoben und an Wegrändern abgelagert worden. Rechts das Brückenbauwerk, das für die neue Trasse bereits 2017 bei Ernsthausen errichtet wurde.

Südlich von Ernsthausen sind Bagger angerollt. Sie schieben Oberboden für die Nordtrasse der B-252-Umgehung Münchhausen, Wetter, Lahntal ab. Archäologen begleiten die Arbeiten.

Ernsthausen – In Ernsthausen beobachteten es manche Einwohner mit Schrecken, als jetzt Baumaschinen am südlichen Ortsrand im Feld westlich der B 252 Erdboden abschoben. Die Bauarbeiten für die Fertigstellung der B-252-Umgehung Münchhausen, Wetter, Lahntal (MüWeLa), die B 252neu, sind in die nächste Phase gegangen. Mit den aktuellen Arbeiten sind archäologische Untersuchungen verbunden.

Die Fertigstellung des Baus der weitläufigen Umfahrung der drei Kommunen rückt näher. Die B-252-Anwohner in Ernsthausen und Burgwald sehen dann noch mehr Verkehrsbelastung auf sie zukommen.

Das wird wahrscheinlich in zwei Jahren sein. „Die Arbeiten im Bauabschnitt Nord liegen insgesamt gut im Zeitplan. Es ist weiterhin geplant, die Arbeiten in diesem Abschnitt im Jahr 2023 abzuschließen“, sagt dazu Claudia Friebershäuser von Hessen-Mobil auf HNA-Anfrage.

Derzeit werde in dem Bereich zwischen Münchhausen und Ernsthausen im Baufeld der neuen Trasse der Oberboden abgetragen. Verkehrsbehinderungen seien nicht zu erwarten, da der Oberboden zwischengelagert und später, bei günstiger Witterung, abgefahren werde.

Beim Abtrag des Bodens ist das Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Abteilung Hessen-Archäologie, in Marburg einbezogen. Ein Archäologe begleitet vor Ort die Baggerarbeiten, um gegebenenfalls erscheinende archäologischen Bodenrelikte weiter untersuchen und dokumentieren zu können.

Dazu erläutert Hessen-Mobil weiter: „Laut Stellungnahme des Landesamtes für Denkmalpflege im Planfeststellungsverfahren vom 23. Januar 2007 befinden sich im gesamten Bereich der Ortsumgehung MüWeLa 15 bekannte archäologische Fundstellen, davon vier namentlich bekannte mittelalterliche Dorfwüstungen. Die Fundstellen sind durch Geländebegehungen, historische Überlieferungen oder archäologische Ausgrabungen bekannt.“

Der Erdboden-Abtrag finde immer eine Zeitlang vor den eigentlichen Bauarbeiten statt. „Damit ist Pufferzeit für eventuelle archäologische Nachuntersuchungen eingeplant. Hierdurch konnten bisher Verzögerungen im Bauablauf aufgrund archäologischer Belange ausgeschlossen werden“, informiert Sprecherin Friebershäuser. Bisher seien kleinere Teile gefunden worden. Darüber lägen aber noch keine weiteren Informationen vor, hieß es dazu am Mittwoch.

Von Martina Biedenbach

Streckenbau im Abschnitt Nord ab Frühjahr

Im Zuge der Bauarbeiten für die Ortsumgehung von Münchhausen, Wetter und Lahntal hat Hessen-Mobil in diesem Herbst im Bauabschnitt Nord bei Münchhausen mit den Vorarbeiten zum Bau der Wollmartalbrücke begonnen (HNA berichtete). Im Frühjahr 2021 werde mit dem Streckenbau für den rund 4,7 Kilometer langen Streckenabschnitt ab Höhe der L 3090 bei Simtshausen und Niederasphe bis zum nördlichen Ende der Ortsumgehung bei Ernsthausen begonnen. Etwas weiter südlich auf den rund vier Kilometern der Ortsumgehung zwischen der L 3090 bei Simtshausen und dem bereits fertiggestellten, mittleren Bauabschnitt bei Wetter ist der Streckenbau laut Hessen-Mobil weit vorangeschritten.

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