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Auftakt Grenzgang Burgwald: Mit 100 Wanderern zum „Fünf-Länder-Eck“

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Von: Karl-Hermann Völker

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Wo südwestlich von Willersdorf die Gemarkungen von fünf Kommunen zusammentreffen, wurde zum Auftakt des Burgwalder Grenzgangs eine Info-Tafel mit Ruhebank eingeweiht. Dabei wirkten mit (von rechts) die Bürgermeister Rüdiger Heß, Alexander Köhler, Lothar Koch, Frank Gleim und Stefan Jakob sowie als Gäste Pfarrer Reinhold Schott, (vorne von links) Pfarrerin Marie-Christine Weidemeyer, Eberhard Leicht (Forstamt Burgwald), CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg und Dr. Stephan Willems (Siftungsforsten Haina).
Wo südwestlich von Willersdorf die Gemarkungen von fünf Kommunen zusammentreffen, wurde zum Auftakt des Burgwalder Grenzgangs eine Info-Tafel mit Ruhebank eingeweiht. Dabei wirkten mit (von rechts) die Bürgermeister Rüdiger Heß, Alexander Köhler, Lothar Koch, Frank Gleim und Stefan Jakob sowie als Gäste Pfarrer Reinhold Schott, (vorne von links) Pfarrerin Marie-Christine Weidemeyer, Eberhard Leicht (Forstamt Burgwald), CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg und Dr. Stephan Willems (Siftungsforsten Haina). © Völker, Karl-Hermann

Burgwald demonstrierte am ersten Grenzgangstag gute Nachbarschaft. Zirka 100 Teilnehmer bei der Einweihung der Hinweistafel am „Fünf-Länder-Eck“.

Burgwald – Grenzen trennen nicht nur, sie können auch Menschen verbinden. Das zeigte sich am Freitag mit vielen Schritten, Worten und Gesten gutnachbarschaftlicher Beziehungen beim dreitägigen 7. Burgwalder Grenzgang, als zum Auftakt im Wald südwestlich von Willersdorf Vertreter der Kommunen Burgwald, Frankenberg, Gemünden, Haina und Rosenthal zusammentrafen und dort eine Info-Tafel „Fünf-Länder-Eck“ mit Hinweisen auf ihre dort zusammenstoßenden Gemarkungsgrenzen einweihten. Nachmittags wurde bei der Begrüßung einer Gastdelegation aus dem ungarischen Partnerort Perbál dann auch noch eine tiefe, europäische Ländergrenzen überschreitende Freundschaft sichtbar.

Am Startort Linnermühle zwischen Bottendorf und Willersdorf freute sich morgens Bürgermeister Lothar Koch über zirka 100 Teilnehmer und eine „100 Prozent höhere Beteiligung“ als beim letzten Grenzgang.

Hausherr Wilhelm Pohlmann gab Informationen zur 1799 erbauten Mühle, in der noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg gemahlen wurde, dann begleitete er die große Wandergruppe zum Kaltenbachweg, der zu dem neuen Rastpunkt „Fünf-Länder-Eck“ führte.

Dort warteten bereits auch Wanderer aus Lehnhausen, Oberholzhausen, Römershausen, Rosenthal und Gemünden. Hölzerne Richtungsweiser für ihre jeweiligen Gemarkungen enthüllten die Bürgermeister Rüdiger Heß (Frankenberg), Alexander Köhler (Haina/Kloster), Lothar Koch (Burgwald), Frank Gleim (Gemünden) und Stefan Jakob (Rosenthal). „Auf weiterhin gute Zusammenarbeit!“, versprachen sie.

Aufbruch in fröhlicher Stimmung: Von der Linnermühle bewegte sich am Freitagmorgen ein langer Zug von Grenzgängern, angeführt von den Mädchen der Bottendorfer Jugendfeuerwehr, in Richtung Willersdorf zum „Kaltenbachweg“. Erstmals begegneten sich zwei Stunden später im Wald die Vertreter von fünf Kommunen am neuen Rastplatz „Fünf-Länder-Eck“.
Aufbruch in fröhlicher Stimmung: Von der Linnermühle bewegte sich am Freitagmorgen ein langer Zug von Grenzgängern, angeführt von den Mädchen der Bottendorfer Jugendfeuerwehr, in Richtung Willersdorf zum „Kaltenbachweg“. Erstmals begegneten sich zwei Stunden später im Wald die Vertreter von fünf Kommunen am neuen Rastplatz „Fünf-Länder-Eck“. © Karl-Hermann Völker

Geistliche Worte für die Wandergruppe gab es von Pfarrer Reinhold Schott (Burgwald) und Pfarrerin Marie-Christine Weidemeyer (Gemünden). Sie wünschte den Grenzgängern nicht nur gute äußere, sondern auch „innere Wegweiser des Herzens“. Die neue Gemündener evangelische Pfarrerin feierte an diesem Tag Geburtstag und wurde mit einem Lied und Blumen überrascht.

Über Waldwirtschaft, die geschichtliche Bedeutung von Grenzen im Wald und die aktuelle Situation des Waldes im Klimawandel informierten am Fünf-Länder-Eck die Forstamtsdirektoren des Forstamtes Burgwald, Eberhard Leicht, und der Stiftungsforsten Haina, Dr. Stephan Willems. Die CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg freute sich in ihrem Grußwort besonders über die teilnehmenden Soldaten des EloKa-Bataillons 932 und deren Verbundenheit mit der Gemeinde Burgwald.

Dann zogen die Grenzwanderer zurück zur Linnermühle, wo sie nach einer Rast zur gemeinsamen Grenze mit Willersdorf aufbrachen. Über Linnergrund, Kaltes Wasser, vorbei an der Bottendorfer Mühle ging es an der Grenze zur Gemarkung Frankenberg entlang zur Silo- und Lagerhalle des Maschinenrings, dann zum Hegekopf und weiter zum Dorfgemeinschaftshaus von Burgwald, wo der erste Tag der Grenzgangswanderung ausklang.

Infos

Der zweite Grenzgangstag beginnt am heutigen Samstag am Backhaus in Wiesenfeld, wo um 9 Uhr in Richtung Birkenbringhausen zur Ederstede aufgebrochen wird. burgwald.de

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