Alter Silvesterbrauch

Birkenbringhäuser Jugendliche zogen mit dem Schütteglowes durch das Dorf

Schütteglowes an der Kette: Die Birkenbringhäuser Jugendlichen (von links) Leon Hofmeister, Noah Schreck, Lukas Büchel „Schütte“ Sören Kahler, Simon Schreck, Nico Kasubeck und Jonas Tschirner. Foto: Arnold

Birkenbringhausen. „Das Böse ist gefangen und ihr könnt euch auf ein gutes Jahr freuen!“ Diese Botschaft brachten Birkenbringhäuser Jugendliche am frühen Silvesterabend von Haus zu Haus.

Und wie seit Jahrhunderten Tradition, führten sie als Symbol für das Böse den „Schütteglowes“ mit Peitschenknallen und Glockengeläut durch das Dorf. Sie demonstrierten: „Seht her, wir haben ihn gefangen und an der Kette.“

Den „Schütte“, wie die furchterregende Figur auch genannt wird, spielt immer ein junger Mann, der zuvor in stundenlanger Arbeit mit Strohwürsten, die aus langem Schüttestroh gewickelt wurden, von Kopf bis Fuß eingebunden wird. 

Seit über 30 Jahren ist es Mario Tschirner, der den Schütte einwickelt und der auch genau weiß, wie schwer die Strohlast ist, die der junge Mann zu tragen hat. Der jetzige Ortsvorsteher hat selbst schon darin gesteckt. „Das sind rund 30 Kilo Stroh, die aber im Laufe des Umzugs gefühlt immer schwerer werden, auch weil immer wieder gerufen wird „Schütte, tanz!“.

Für diese Darbietung und den guten Wünschen spenden die Einwohner den Jugendlichen Geld, das für eine Feier verwendet wird, aber auch der jeweilige „Schütte“ bekommt für die geleistete Arbeit ein Honorar. (wi)

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