Fest mit "Kulinarischer Straße" geplant

Bottendorfer Gastwirtschaft "Zum Alten Krumrey" gibt es schon seit 50 Jahren 

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Lustig ging es zu beim Stammtisch in den 80-er Jahren: Immer für einen Spaß bereit war der damalige Wirt Roland Krumrey, dahinter seine Frau Hilde.

Bottendorf. Seit 50 Jahren gibt es die Gaststätte „Zum Alten Krumrey“ – früher „Zum Schützenhof“– in Bottendorf. Inhaberin Ellen Feindor nimmt den runden Geburtstag zum Anlass, mit dem ganzen Dorf zu feiern.

Am Samstag, 9. September, wird ab elf Uhr die Schützenstraße in eine „Kulinarische Straße“ umgewandelt, in der Leckeres für jeden Geschmack angeboten wird. Ab 17.30 Uhr wird der Musikzug zu einem Platzkonzert aufspielen, und ab 19 Uhr gibt es ein Live-Konzert auf dem Platz „Im Gänseteich“ oberhalb der Gastwirtschaft. 

Das Jubiläum ihrer Gaststätte ist für Ellen Feindor auch ein Grund, auf deren Anfänge im Jahr 1967 zurückzublicken und die Geschichte des Lokals Revue passieren zu lassen. 

Roland Krumrey, Feindors Vater, den der Krieg nach Bottendorf verschlug, war gelernter Metzger und arbeitete viele Jahre als Hausschlachter und im Schlachthof Marburg. 1977 hatte er zusammen mit seiner Frau Hilde die Idee, eine Gastwirtschaft mit Räumen für Festlichkeiten zu eröffnen. „Ich sehe heute noch die Bauern vor mir, die ihre Schweine zum Schlachten abgeliefert haben und anschließend Frühschoppen machten“, erzählt Feindor, die damals noch ein kleines Mädchen war. 

Kneipe war auch Metzgerladen 

Einen Metzgerladen im eigentlichen Sinne gab es nicht – Rote Wurst, Gehacktes und Wellfleisch wurden über den Tresen verkauft, dazu gab es den für Gastwirtschaften typischen Bedarf, also Schnitzel, Bratwürste und Steaks. 

Das Geschäft florierte, und auch die Räume für Feste waren gut ausgebucht. Nach und nach wurde an- und ausgebaut, sodass heute neben dem Schankraum zwei große Gesellschaftsräume und eine große Küche vorhanden sind. 

Zum Wohle: Krumrey-Wirtin Ellen Feindor will das 50-jährige Bestehen ihres Bottendorfer Lokals groß feiern.

Nach dem frühen Tod der Eltern wurde die Gaststätte verpachtet, doch ab 2005 übernahm Feindor wieder die Regie. Da sie halbtags als Krankenschwester arbeitet, sind die Öffnungszeiten begrenzt: Donnerstag bis Samstag ab 19 Uhr mit offenem Ende. Familien- und Vereinsfeiern finden auch außerhalb der regulären Zeiten statt.

Menü und Service nach Bedarf

 „Bei den Feiern hat die Nachfrage eher zugenommen“, sagt Feindor, die Menü und Service ganz nach Bedarf mit ihren Kunden abspricht. Abgenommen habe dagegen der Besuch der Abendgäste. „Ich wundere mich manchmal, dass bei einem Dorf mit über 2000 Einwohnern nicht mehr Gäste kommen, schließlich gibt es außer uns nur noch die DGH-Schänke des Schützenvereins.“ Hin und wieder treffen sich Jugendliche vor dem Diskobesuch bei ihr, und die Mitglieder des Dart-Clubs kommen regelmäßig. 

Dabei lässt sich Feindor allerhand einfallen, um ihre Gastwirtschaft attraktiv zu machen. Im Frühjahr lädt sie zum Beispiel zum Schlachteessen, im Herbst gibt es ein Oktoberfest und zum Jahresende wird ein Live-Konzert organisiert. „Dazu gibt es die jeweils passenden Dekorationen.“

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