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Bürgerliste Ernsthausen informiert über Verlauf der geplanten B-252-Umgehung

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Von: Martina Biedenbach

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Geplante B-252-Umgehung: Die Bürgerliste Ernsthausen hat den Verlauf der Trasse im Bereich Ernsthausen und Wiesenfeld mit Info-Tafeln gekennzeichnet. Hier Jan Heiner (links) und Armin Schneider an der Tafel in der Nähe des geplanten Damms zur Überquerung der Bahngleise, im Hintergrund Ernsthausen.
Geplante B-252-Umgehung: Die Bürgerliste Ernsthausen hat den Verlauf der Trasse im Bereich Ernsthausen und Wiesenfeld mit Info-Tafeln gekennzeichnet. Hier Jan Heiner (links) und Armin Schneider an der Tafel in der Nähe des geplanten Damms zur Überquerung der Bahngleise, im Hintergrund Ernsthausen. © Martina Biedenbach

Mit Infotafeln im Gelände stellt die Bürgerliste Ernsthausen die Trassenführung für einen Teil der geplanten B-252-Umghung in der Gemeinde Burgwald dar.

Ernsthausen – Wo die Trasse für die B-252-Umgehung Ernsthausens verlaufen soll, darüber informiert die Bürgerliste Ernsthausen (BLE) direkt vor Ort. Sie hat im Gelände westlich von Ernsthausen und südlich von Wiesenfeld sieben Holzpflöcke mit Infotafeln aufgestellt.

Auf jeder Tafel ist eine Grafik von Hessen-Mobil mit dem Trassenverlauf zu sehen. BLE-Fraktionssprecher Armin Schneider hat zur Orientierung mit Pfeilen die Standorte der Tafeln markiert. „Wir haben die Standorte so ausgewählt, dass man sie von Wegen aus gut erreichen kann und man eine gute Übersicht über das Gelände hat“, sagte er, als er mit BLE-Fraktionsmitglied Jan Heiner (Wiesenfeld) die Tafeln vorstellte.

Standorte der Infotafeln: BLE-Fraktionssprecher Armin Schneider hat auf der Karte von Hessen-Mobil mit Pfeilen die Standpunkte der Infotafeln eingezeichnet. Der rote Pfeil bezeichnet den Standpunkt der Tafel, an der man vor Ort steht. Grafik: Armin schneider/nh
Standorte der Infotafeln: BLE-Fraktionssprecher Armin Schneider hat auf der Karte von Hessen-Mobil mit Pfeilen die Standpunkte der Infotafeln eingezeichnet. Der rote Pfeil bezeichnet den Standpunkt der Tafel, an der man vor Ort steht. © Armin Schneider

Eine Tafel steht an einem bei der Planung kritischen Punkt: der Überquerung der Bahnlinie zwischen Ernsthausen und Wiesenfeld. Aus Wasserschutzgründen musste dort zuletzt die geplante Unterführung der Bahnlinie durch eine – viel deutlicher in der Landschaft hervorstechende – Überführung auf einem Damm ersetzt werden (HNA berichtete). „Da, wo jetzt die Baumkronen sind, wird die Umgehung verlaufen“, sagt Jan Heiner.

Von der Infotafel aus sieht man die beiden nächsten Tafeln in Richtung Wiesenfeld. „Unser Anliegen ist es, dass sich die Menschen den Trassenverlauf mitten im Gelände vorstellen können“, sagt Armin Schneider. „Wir wollen mit dieser Aktion rein sachlich informieren, damit sich jeder ein Bild machen kann. Es ist damit keine Stellungnahme für oder gegen das Projekt verbunden“, betont der BLE-Sprecher.

Proteste gegen die Trassenführung wurden schon angekündigt, insbesondere in Wiesenfeld. Wie berichtet, führt die Trasse westlich an Ernsthausen und östlich an Wiesenfeld und Burgwald vorbei und mündet bei Frankenberg auf die B 253. Der B-252-Abschnitt zwischen Ernsthausen und Bottendorf soll zurückgebaut werden.

B-252-Umgehung Burgwald: Bundesverkehrsministerium fordert noch Unterlagen

Wann der nächste Schritt zur Realisierung der B-252-Umgehung in der Gemeinde Burgwald erfolgen kann, ist noch unklar.

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) sehe noch Ergänzungsbedarf bei den umweltfachlichen Unterlagen, bevor es mit einem Gesehen-Vermerk sein Okay für die Ende 2021 von Hessen-Mobil eingereichte Entwurfsplanung erteilen könne, informierte das Ministerium auf Anfrage unserer Zeitung. Auf die Frage, welche Unterlagen konkret fehlen, sagte Hessen-Mobil am Freitag: „Wir befinden uns darüber im Abstimmungsprozess mit dem BMDV.“

In der aktuellen Entwurfsplanung zeigte sich, dass sich die Kosten seit dem Gesehen-Vermerk von 2012 auf 65 Millionen Euro verdoppelt haben. Hat das Einfluss auf eine erneute Zustimmung? Dazu sagte BMDV-Sprecherin Martina Thöne: „Die B-252-Ortsumgehung Ernsthausen ist ein Projekt des vordringlichen Bedarfs des Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen 2016. Damit besteht für das Vorhaben ein gesetzlicher Planungsauftrag, dem entsprechend nachgekommen wird. Die Kosten entsprechen bei einer Länge von rund neun Kilometer und rund 65 Millionen Euro den Durchschnittskosten für vergleichbare Maßnahmen in Mittelgebirgslandschaften.“

Sie verweist zudem darauf, dass eine „umfangreiche Entwässerungsplanung aufgrund der Berücksichtigung eines Wasserschutzgebietes und der neuen Wasserrahmenrichtlinie“ ein Grund für die Mehrkosten sei. (Martina Biedenbach)

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