Dritte Gruppe im Burgwalder Kindergarten

Bundeswehr beteiligt sich an Kita-Ausbau in Burgwald

In der Nestschaukel: Dass ein Anbau an die Burgwalder Kita (im Hintergrund) erfolgen soll, das haben auch schon die Kinder (von links) Luna, Maya, Marie und Phil gehört.

Burgwald. Das ist ein Novum in Waldeck-Frankenberg: Die Gemeinde Burgwald erweitert in Kooperation mit der Bundeswehr den Kindergarten in Burgwald.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das ist auch für Soldatinnen und Soldaten ein wichtiges Thema und für die Bundeswehr ein Ziel. „Mit der Gemeinde Burgwald haben wir einen guten Partner gefunden“, sagte Jörg Töpper vom Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Homberg/Efze.

Die Gemeinde baut die evangelische Kindertagesstätte in Burgwald aus und bietet dort nicht nur Platz für Kinder aus Burgwald, sondern auch von Angehörigen der Burgwaldkaserne, die nicht in der Gemeinde wohnen. Die Bundeswehr beteiligt sich mit 20.000 Euro am Anbau und mit einem festen Betrag an den Betriebskosten.

„Wir haben Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder von Bundeswehrangehörigen. Wir hatten deshalb sogar eine Ausschreibung von Kitaplätzen vorgenommen. Doch keiner hat sich gemeldet“, schilderte Töpper. So habe sich die Bundeswehr direkt an die Gemeinde Burgwald gewandt und sei dort auf Kooperationsbereitschaft gestoßen. 

Bürgermeister Lothar Koch hatte bereits mit Vertretern der Patenkompanie der Gemeinde, der 2. Kompanie der Burgwaldkaserne, über das Thema gesprochen. Schon seit einigen Jahren besuchen Soldatenkinder die Burgwalder Kita, auch wenn die Eltern zum Beispiel in Marburg oder Diemelstadt wohnen. Für sie wurde die Öffnungszeit auf 6.30 Uhr vorverlegt. So können die Eltern die Kinder dort vor dem Dienst abgeben und danach wieder abholen.

Für Kinder unter drei Jahren

Bisher werden in der Burgwalder Kita zwei altersübergreifende Gruppen betreut. In einem Anbau soll eine weitere Gruppe für zehn bis zwölf Kinder unter drei Jahren (U3-Gruppe) unterkommen. Der Anbau soll baugleich zum bereits erfolgten U3-Anbau der Kita in Bottendorf erfolgen.

Die Kosten beziffert Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch mit 185.000 Euro. Geplant ist, dass 160.000 Euro vom Bund, 55.000 Euro vom Kreis, 28.500 Euro von der evangelischen Landeskirche, 20.000 Euro von der Bundeswehr und 18.000 Euro von der Gemeinde kommen. Die Bundeswehr werde sich auch an den laufenden Betriebskosten beteiligten, sagte Koch.

„Es ist ein tolles Projekt für die Gemeinde Burgwald“, sagte der Bürgermeister am Montagmorgen, als Vertreter der Gemeinde, der Bundeswehr und der Kirchengemeinde den Kooperationsvertrag unterzeichneten. Die dritte Gruppe soll am 1. Januar 2019 in Betrieb genommen werden.

Die gute Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Burgwald und der Burgwaldkaserne lobte auch Kommandeur Meik Kotthoff. Für die Kirchengemeinde Frankenberg/Schreufa begrüßten die Pfarrer Horst Schiffner und Reinhold Schott das Projekt.

„Wir freuen uns auf die Krippengruppe und auf weitere gute Zusammenarbeit mit der Bundeswehr“, sagte Kitaleiterin Gerlinde Blechschmidt. 

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