Bitte um Unterstützung

Burgwald stellt Wohncontainer für Flüchtinge auf

Warme Wintersachen: Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch (2. von links) und die ehrenamtlichen Helfer (von links) Bernhard Bock, Werner Fugmann und Klaus Rühl haben bereits die ersten Winterjacken und -schuhe erhalten. Sie sammeln Kleidung und Möbel, um sie an Flüchtlinge weiterzugeben. Foto: Biedenbach

Burgwald. Auch die Gemeinde Burgwald wird Flüchtlinge in Wohncontainern eines Herstellers aus Litauen unterbringen.

Sie hat bei einer Sammelbestellung der Waldeck-Frankenberger Bürgermeister (HNA berichtete) fünf solcher mobilen Holzhäuser geordert, in denen jeweils bis zu zehn Personen untergebracht werden können.

Im Ortsteil Burgwald hat sich zudem eine Gruppe von Freiwilligen gegründet, die sich um Flüchtlinge kümmert. Bürgermeister Lothar Koch bittet auch die anderen vier Ortsteile, die Verwaltung bei der Aufnahme und Versorgung der Hilfesuchenden zu unterstützen.

Denn Burgwald wird in den nächsten Wochen, wie alle anderen Kommunen, zahlreiche weitere Flüchtlinge zugewiesen bekommen. „Um die Menschen unterbringen zu können, hat auch unsere Gemeinde fünf Wohncontainer bestellt“, informierte Bürgermeister Lothar Koch am Montag. Sie werden in zwei bis vier Wochen geliefert.

Wo die Gemeinde die mobilen Wohnungen aufstellen wird, steht laut Bürgermeister Lothar Koch noch nicht fest. Geprüft werde derzeit ein Standort im Gewerbegebiet bei Bottendorf. Dort gebe es eine geeignete Fläche mit den nötigen Anschlüssen für Wasser, Strom und Abwasser. Die Entscheidung stehe aber noch nicht.

Bisher sind hilfesuchende Menschen in der Gemeinde Burgwald im Asylbewerberwohnheim in Birkenbringhausen und in drei Wohnungen im Ortsteil Burgwald untergebracht. „Wir brauchen dringend weiteren Wohnraum“, sagte der Bürgermeister und wies darauf hin, dass die Gemeinde die Miete zahle und auch für eventuell entstehende Schäden aufkomme. Interessierte Vermieter melden sich in der Gemeindeverwaltung. Vier bis fünf weitere Wohnungsangebote werden laut Koch derzeit geprüft. Dann werden sie mit Möbeln ausgestattet und dem Landkreis als bezugsfertig gemeldet, der sie umgehend mit Flüchtlingen belegt.

Mit der Ausstattung der Wohnungen und der Betreuung der Neuankömmlinge sei die Gemeindeverwaltung überfordert. Deshalb hatte der Bürgermeister in der vergangenen Woche bei einem internen Treffen die Kommunalpolitiker und Vertreter der Feuerwehren aller fünf Ortsteile um Unterstützung gebeten.

Die Burgwalder sind nun die ersten, die handeln. Die Gruppe um die Kommunalpolitiker Bernhard Bock, Klaus Rühl und Werner Fugmann sowie Gemeindebrandinspektor Francisco Ayora Escandell hat bereits ein Flugblatt an die Haushalte verteilt und geschildert, welche Hilfsangebote aufgebaut werden. Erläuterungen gibt es in einer Infoveranstaltung am Donnerstag ab 17 Uhr im DGH Burgwald.

Was das Motiv der Helfer ist, was für die Flüchtlinge alles noch benötigt wird und einen Kommentar zu diesem Thema lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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