Einmal wöchentlich kommen Singpatinnen in die Kindertagesstätte Burgwald

Mund, Hände, Augen, Ohren: Mit dem ganzen Körper sind die kleinen Sänger der Kindertagesstätte Regenbogen dabei, wenn Singpatin Dorothea Mahn zur Gitarre greift. Manche Lieder erfordern auch, dass sie dazu tanzen oder durch den Raum spazieren. Foto:  Völker

Burgwald. Sie singen und klatschen, tanzen und bewegen sich spielerisch, manche hören auch nur ganz still zu – immer dienstags morgens kommen in der evangelischen Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Burgwald drei Singpatinnen zu Besuch.

Susanne Marburger (Birkenbringhausen), Judith Schulz (Burgwald) und Dorothea Mahn (Wiesenfeld) werden dann von den Zwei- bis Sechsjährigen im Stuhlkreis freudig begrüßt.

„Der Herr ist auferstanden“ lernten sie vor Ostern neu, aber sie stimmen auch begeistert ein bei vertrauten Liedern wie „Die güldne Sonne“ oder „Weißt du, wieviel Sternlein stehen“.

Unter dem Motto „Singen im Kindergarten“ bietet seit einiger Zeit die Evangelische Landeskirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) ein generationsübergreifendes Modell an, das auch in den Kindertagesstätten von Waldeck-Frankenberg gern aufgegriffen wird. Einmal wöchentlich sorgen Paten aus der Großelterngeneration – oder jünger – dafür, dass Kinder das Singen für sich als alltägliche Lebensäußerung erfahren und ein „lebenslang entfaltbares Grundrepertoire von geistlichen Liedern erlernen“, wie EKKW-Kinderkantorin Annette Fraatz (Melsungen) hofft. „Das gute Verhältnis zwischen den Generationen wird dabei genutzt und gefördert.“

Was solch ein nachhaltig gehegter „Liedschatz“ ist, haben die drei Singpatinnen aus der Gemeinde Burgwald an sich selbst beobachtet. Alle drei bringen Erfahrungen aus der Kindergottesdienst- oder Jungschararbeit mit, und jede von ihnen hat als Mutter von eigenen Kindern Wert auf das tägliche Singen gelegt. Entgegen dem landläufigen Trend, wo „das alltägliche Singen entschwindet. In Familien findet es häufig nicht mehr statt, in Schulen wird es selten“, wie es in der Projektbeschreibung der Landeskirche heißt.

Von Karl-Hermann Völker

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