Aktion von Bernd Schlichterle

Endlich: Weißstorch baut auf extra angelegter Plattform bei Ernsthausen ein Nest

Neuer Stahlgittermast: Von allen bisher von Bernd Schlichterle aufgestellten Nestplattformen hat sich hier erstmals ein Weißstorch zum Nestbau niedergelassen.
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Neuer Stahlgittermast: Von allen bisher von Bernd Schlichterle aufgestellten Nestplattformen hat sich hier erstmals ein Weißstorch zum Nestbau niedergelassen.

Der erste Storch seit langem baut bei Burgwald-Ernsthausen sein Nest!

Ernsthausen - Darüber freut sich Bernd Schlichterle, der sich seit Jahren um eine Wiederansiedlung der Weißstörche in diesem Teil des Wetschaftstals bemüht und deshalb auf drei ehemaligen Hochspannungsmasten Nisträder anbrachte.

„Ich habe nun in Ingolstadt noch einen zusätzlichen ausrangierten Metallgittermast gekauft und hinter meinem Galloway-Stall aufgestellt“, berichtet der Ernsthäuser Unternehmer, Tierzüchter und Naturfreund. Bewusst in etwas weiterer Entfernung von der Kreisstraße nach Roda.

Und vielleicht war es das, was jetzt einen Weißstorch Vertrauen zu der vorschriftsmäßig vorbereiteten runden Nisthilfe am Rand der Ortslage gewinnen ließ?

Bernd Schlichterle

Er kam vor gut einer Woche im Wetschaftstal bei Ernsthausen an und begann vier Tage später, Nistmaterial auf die runde Plattform in luftiger Höhe zu tragen und ein Geflecht aus dünnen Zweigen anzulegen. „Für mich ist das ein Zeichen, dass der Storch das Nistangebot angenommen hat“, sagt Bernd Schlichterle hoffnungsvoll.

Aber er bedauert natürlich, dass nicht gleich ein Storchenpaar angekommen ist, sondern offenbar nur ein Einzelgänger, der hier für die Sommersaison sesshaft wird. „Dennoch gehe ich davon aus, dass bis Mai noch ein Partner oder eine Partnerin hinzufliegen wird“, sagt Bernd Schlichterle. Nabu-Ornithologen, die er befragt hat, teilen diese Hoffnung mit ihm.

Nicht feststellbar ist, welches Geschlecht der bereits angekommene Storch hat. „Wir haben ihn einfach erst mal Edvard genannt“, sagt Bernd Schlichterle lachend, „und sind gespannt, ob in den nächsten Wochen mit einem weiteren Vogel eine genauere Rollenbeobachtung möglich ist und es zu einer Brut kommt.“ (Karl-Hermann Völker)

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