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Grenzgang der Gemeinde Burgwald: Fünf-Länder-Eck neues Ziel

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Von: Martina Biedenbach

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Mit Wimpeln, Broschüren und Plakat: Bürgermeister Lothar Koch und die Verwaltungsmitarbeiterinnen Andrea Ayora Escandell (links) und Christiane Koch haben den Burgwalder Grenzgang vorbereitet.
Mit Wimpeln, Broschüren und Plakat: Bürgermeister Lothar Koch und die Verwaltungsmitarbeiterinnen Andrea Ayora Escandell (links) und Christiane Koch haben den Burgwalder Grenzgang vorbereitet. © Martina Biedenbach

Die Gemeinde Burgwald lädt vom 2. bis 4. September zum Grenzgang ein, diesmal geht es auch an die Grenzen zu Haina und Rosenthal.

Burgwald – Die Kisten mit Schnaps sind längst im Vorzimmer von Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch angeliefert worden. Ein Gläschen Hochprozentiger gehört zum Burgwalder Grenzgang dazu. Und zu dem lädt die Gemeinde Anfang September ein.

Von Freitag, 2., bis Sonntag, 4. September, soll wieder die Grenze zu den Nachbar-Kommunen abgegangen werden. Altbürgermeister Adam Daume hatte im Jahr 1992 diese Tradition in der Großgemeinde Burgwald eingeführt. Seitdem findet sie alle fünf Jahre statt.

Mit dabei sein wird auch eine Delegation von 35 Gästen aus dem ungarischen Perbàl. Seit 25 Jahren haben die beiden Gemeinden eine Partnerschaft. „Eigentlich sollte dies im Mai in Perbàl gefeiert werden. Wegen des Krieges in der Ukraine haben wir uns abgestimmt, die Feier auf 2023 zu verschieben“, erläutert Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch.

Seit 2009 sind Gäste aus Perbàl bei den Burgwalder Grenzgang dabei. Und sie haben in ihrer Heimat ebenfalls diesen Brauch eingeführt. Am Samstagabend, 3. September, ist zum Abschluss des zweiten Grenzgangstags im DGH Ernsthausen eine kleine Festveranstaltung zum Partnerschaftsjubiläum geplant.

Zu den Wanderungen entlang der Grenze tragen die Ortsbeiräte der fünf Burgwalder Ortsteile bei. Sie versorgen die Gäste unterwegs mit Getränken und einem Imbiss oder organisieren Abendveranstaltungen in ihren Ortsteilen. Auch Soldaten von der Patenkompanie der Gemeinde Burgwald, der 2. Kompanie des EloKa-Bataillons 932 der Burgwaldkaserne, helfen bei der Versorgung der Grenzgänger mit. Sie bieten am Samstagmittag Erbsensuppe an.

Erstmals wird in diesem Jahr auch die Grenze zu den Nachbarkommen Haina – Ortsteile Römershausen und Oberholzhausen – sowie der Stadt Gemünden – Stadtteil Lehnhausen – abgegangen. Am Kaltenbachweg, wo neben den Grenzen mit Haina und Gemünden auch die mit Frankenberg und Rosenthal aufeinandertreffen, soll eine Hinweistafel aufgestellt werden. Vertreter aller fünf Kommunen werden dazu erwartet. Bürgermeister Koch spricht scherzhaft vom Fünf-Länder-Eck.

Der Musikzug Bottendorf-Burgwald wird alle drei Grenzgangstage musikalisch mitgestalten. Unterwegs gibt es Informationen zum Zustand des Walds, zu geschichtlichen und aktuellen Themen.

Die Gemeinde Burgwald bietet an allen Tagen Bustransfers zu den Start- und Endpunkten der jeweiligen Touren an. Die Abfahrtszeiten stehen in einer Broschüre, die die Gemeinde in der dieser Woche an alle Haushalte in der Gemeinde verteilt.

Das komplette Programm und Infos zum Bustransfer auf burgwald.de

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