Kirchengemeinde bittet um Spenden für Orgelsanierung und Reformationsfest

Wertvolle Woehl-Orgel: Pfarrer Schullerus mit der als Opferstock umfunktionierter Orgelpfeife am sanierungsbedürftigen Instrument in der Bottendorfer Kirche. Foto: Biedenbach

Bottendorf. Pfarrer Konrad Schullerus und die evangelische Kirchengemeinde Bottendorf-Willersdorf haben das Kirchen-Säckel, im Bottendorfer Platt „Kerch-Säckel“ genannt, eingeführt: Gemeint ist ein Beitrag für die Kirchengemeinde. Allerdings ist damit kein Zwang verbunden, sondern es soll zu freiwilligen Spenden ermutigen.

Die braucht die Kirchengemeinde für zwei Projekte: Die Sanierung der Orgel in der Martinskirche in Bottendorf und für die Vorbereitung einer Festwoche zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“.

Im Vordergrund steht zunächst die gründliche Reinigung und Reparatur der Orgel, die der überregional bedeutende Orgelbaumeister Gerhard Woehl (Marburg) vor 45 Jahren gebaut hat. „Sie ist ein Zeugnis seiner frühen Schaffensperiode. Woehl war Vorreiter für ein neues Klangbild mit klaren Töne“, erläutert der Bottendorfer Pfarrer der HNA. Wegen ihrer Bedeutung leiste auch die Denkmalpflege einen Beitrag zur Sanierung.

„Das Instrument ist bisher noch nie überholt worden. Manchmal hängen die Töne oder es pfeift“, schildert der Pfarrer. Deshalb wurde ein Gutachten zur Sanierung in Auftrag gegeben. Es sieht Kosten von 42 000 Euro vor. Der Betrag soll so zusammenkommen: Landeskirche 13 000 Euro, Denkmalpflege und Sparkassenstiftung jeweils rund 4000 Euro. 8550 Euro zahlt die Kirchengemeinde aus ihrem Budget. Bleiben noch 12 500 an Spenden.

Ein Rundbrief, in dem der Pfarrer das Projekt erläuterte und um eine Spende für das „Kerch-Säckel“ bat, hatte bereits Erfolg. Nur noch 2800 Euro fehlen.

„Ein so musikalisches Dorf wie Bottendorf mit Posaunenchor, Jugendposaunenchor, Kirchenchor, Musikzug, Frauenchor Pro Musica und Männergesangsverein hat eine gute Orgel verdient“, wirbt er für die weitere Unterstützung. Gespendet werden kann per Überweisung, aber es kann auch Bargeld in den eigens hergestellten Opferstock geworfen werden: eine alte Orgelpfeife mit Ständer. Der Pfarrer ist optimistisch, dass die Orgelsanierung 2017 beginnen kann.

Mehr zum Spendenkonto und zum bisher feststehenden Programm des Reformationsfestes lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Martina Biedenbach

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