Klägerin hatte Sorgen wegen Gesundheitsbelastung durch Pilzsporen

Klage gegen Holzhackschnitzellager bei Bottendorf abgewiesen

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Das Holzschnitzellager des Bodenverbandes Waldeck-Frankenberg in der Gemarkung Bottendorf.

Bottendorf. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat die Klage einer Bottendorferin gegen das Holzhackschnitzellager des Bodenverbandes Waldeck-Frankenberger in der Gemarkung Winterstrauch abgewiesen. Die Frau hatte gesundheitliche Schäden durch Pilzsporen befürchtet und eine Normenkontrollklage angestrengt (HNA berichtete).

Das Gericht ließ die Klage nicht zu, weil die Frau 1,5 Kilometer entfernt von der Lagerstätte wohnt. Das teilte der VGH auf Anfrage mit.

Wie berichtet, betreibt der Bodenverband in der Nähe der Burgwaldkaserne seit September ein Lager für Silo, Gülle und Holzhackschnitzel. Für Holzhackschnitzel gibt es eine 1000 Quadratmeter große offene Halle sowie weitere Lagerflächen. Die Frau führte in der Klage an: Insbesondere durch eine Lagerung von Silage und Holzhackschnitzeln komme es zu einer ganz erheblichen Bildung gesundheitsgefährlicher Schimmelpilze. Die Sporen dieser Schimmelpilze könnten mit der Luft über viele Kilometer verteilt werden.

Der 4. Senat des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs äußerte sich zu diesen Befürchtungen nicht. Er hält bereits den Antrag der Klägerin für unzulässig. VGH-Pressesprecher Helmut Schmidt erläutert dazu: Die zu erwartenden Immissionen, insbesondere die befürchteten Bioaerosole (Schimmelpilzsporen) seien angesichts der großen Entfernung zwischen dem Plangebiet und dem Wohnhaus der Antragstellerin nicht geeignet, eine mehr als geringfügige Verletzung ihrer Belange zu bewirken.

Die Revision gegen das Urteil wurde nicht zugelassen. Gegen die Nichtzulassung der Revision ist die Beschwerde möglich.

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