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Kreisstraße 117 zwischen Ernsthausen und Burgwald wird in Kürze saniert

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Von: Martina Biedenbach

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An der K 177 bei Burgwald: (von links) die Landtagsabgeordneten Dr. Daniela Sommer und Wiebke Knell, Staatssekretär Jens Deutschendorf, Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese und Adolf Scheuermann vom Fachdienst Bauen.
An der K 177 bei Burgwald: (von links) die Landtagsabgeordneten Dr. Daniela Sommer und Wiebke Knell, Staatssekretär Jens Deutschendorf, Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese und Adolf Scheuermann vom Fachdienst Bauen. © Martina Biedenbach

In Kürze soll die grundhafte Sanierung der Kreisstraße 117 zwischen Ernsthausen und Burgwald erfolgen. Das Land fördert die Arbeiten.

Burgwald – Die Kreisstraße 117 wird zwischen Ernsthausen und Burgwald grundhaft saniert. Die Ausschreibung für die Arbeiten ist erfolgt. Sie sollen in Kürze – bei Vollsperrung – beginnen und vor Weihnachten fertig sein. Das kündigte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese am Mittwochnachmittag an, als Jens Deutschendorf, Staatssekretär im Hessischen Verkehrsministerium, einen Förderbescheid überreichte.

Auf 2,4 Millionen Euro sind die Kosten für die grundhafte Erneuerung des holprigen und löchrigen Straßenabschnitts veranschlagt. „Die Schäden sind sehr groß. Es hat keinen Sinn, nur die Fahrbahndecke zu erneuern“, sagte Adolf Scheuermann vom Fachdienst Bauen beim Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Die Kreisstraße wird, wie berichtet, laut Verkehrszählung täglich von bis zu 4000 Fahrzeugen befahren und zudem als Umleitungsstrecke genutzt, wenn Arbeiten auf der B 252 zwischen Ernsthausen und Bottendorf erfolgen, wie im vergangenen Jahr.

Der Landkreis habe eine Verkehrssicherungspflicht und könne bei Schäden, die durch die schadhafte Straße entstehen, in Haftung genommen werden, schilderte Frese einen weiteren Grund für die grundhafte Sanierung – auch wenn die Straße in Zukunft bei der geplanten B-252-Umgehung in der Gemeinde Burgwald zum Teil zurückgebaut werden soll.

Wann die Bauarbeiten für die Umgehung, die westlich an Ernsthausen und östlich an Wiesenfeld, Burgwald und Burgwaldkaseren führen und bei Frankenberg auf die B 253 münden soll, beginnen, steht noch in den Sternen. Es ist noch nicht einmal klar, wann das Planfeststellungsverfahren für die umfangreiche Baumaßnahme erfolgen kann. Im Juli wurde bekannt, dass sich wegen hoher Belastung der Fachbüros die Beantragung dieses Verfahrens auf nächstes Jahr verzögere.

Staatssekretär Deutschendorf übergab für die Sanierung der K 117 einen Bewilligungsbescheid über 1,2 Millionen Euro. Der Betrag bezieht sich allerdings auf den zunächst vorgesehenen kürzeren Sanierungsabschnitt, der etwa 700 Meter oberhalb von Wiesenfeld endete. Nun soll die Straße aber von der Bundesstraße 252 bei Ernsthausen bis zum Ortseingang Burgwald erneuert werden – auf einer Gesamtlänge von 2,4 Kilometern. Denn auch oberhalb Wiesenfelds seien die Schäden erheblich. Das Land werde seinen Kostenanteil entsprechend erhöhen, versicherte Deutschendorf.

Erster Kreisbeigeordneter Frese dankte dem Land, das mit dieser Maßnahme in diesem Jahr sogar zwei Kreisstraßen-Ausbauten fördere. Auch für den drei Millionen teueren Ausbau der Kreisstraße 43 zwischen Armsfeld und Fischbach gibt es Geld vom Land. „Daran könnte man sich gewöhnen“, sagte er.

Deutschendorf betonte, dass das Land die Kreise bei der „gewaltigen Aufgabe“ der Instandhaltung der Kreisstraßen jährlich mit 470 Millionen Euro unterstütze. Die Kreisstraße 117 sei wegen der hohen Bedeutung für die Verkehrssicherheit zusätzlich ins Programm aufgenommen worden.

Diese Entscheidung begrüßten auch die Landtagsabgeordneten Dr. Daniela Sommer (SPD) und Wibke Knell (FDP). „Jeder Euro, der in unsere ländliche Region fließt, ist gut angelegt. Wir verfügen hier nicht über die Angebote von Öffentlichem Personennahverkehr wie die größeren Städte“, sagte Sommer auch im Namen Knells.

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