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Kurhessenbahn erneuert Unterführungen zwischen Wiesenfeld und Ernsthausen

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Von: Karl-Hermann Völker

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Das Rahmenbauwerk aus Beton ist fertig: Es wird in den kommenden beiden Wochen bei Wiesenfeld von einer Spezialfirma an die Stelle der früheren Gewölbeunterführung (im Hintergrund) geschoben werden.
Das Rahmenbauwerk aus Beton ist fertig: Es wird in den kommenden beiden Wochen bei Wiesenfeld von einer Spezialfirma an die Stelle der früheren Gewölbeunterführung (im Hintergrund) geschoben werden. © Karl-Hermann Völker

Die Kurhessenbahn erneuert Unterführungen zwischen Wiesenfeld und Ernsthausen: Riesige Betonrahmen erneuern die Steingewölbe.

Wiesenfeld – Von kommendem Montag, 31. Oktober, bis Freitag, 11. November, wird auf der Bahnstrecke Korbach-Münchhausen (RB/RE 97) zwei Wochen lang der Zugverkehr ruhen und durch Schienenersatzverkehr mit Bussen auf die Straße verlagert. Die Fahrplanänderungen des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) dazu wurden bereits bekannt gegeben (HNA berichtete).

Das ist eine relativ kurze Sperrpause, wenn man den gewaltigen Aufwand an Ingenieurs- und Baukunst erfährt, den die Kurhessenbahn schlicht mit „Erneuerung von zwei Brücken“ angibt: Zwischen Wiesenfeld und Ernsthausen müssen während der Vollsperrung zwei alte, brüchig gewordene Gewölbeunterführungen aus dem Baujahr 1889 abgerissen und durch neue, während der vergangenen Wochen vor Ort konstruierte Beton-Rahmenbauwerke durch Verschub ersetzt werden.

Kurhessenbahn erneuert Unterfürhungen: Zwei große Baustellen

Für zwei Baustellen dieser Größenordnung waren schon frühzeitig umfangreiche logistische Vorbereitungen zu treffen. Bereits im Frühjahr dieses Jahres wurden Landwirte in Ernsthausen und Wiesenfeld über die geplanten Bauvorhaben informiert und, falls notwendig, Pachtverträge über die zeitweilige Nutzung der angrenzenden Flächen sowie entlang der Zufahrtswege, wo Zwischenlagerflächen und Ausweichmöglichkeiten für Schwerlastfahrzeuge geschaffen werden mussten, geschlossen.

Die Einrichtung der Baustellen an den beiden Unterführungen bei „Greese Kirschbaum“ und „im Strich“, ihre Durchfahrtsperrung sowie der Ausbau der Zufahrtswege begannen im Juli. Als offizieller Zeitraum für den Ausbau der beiden Eisenbahnüberführungen insgesamt wurde August 2022 bis Januar 2023 angegeben.

Brüchig: Die Unterführung „Wiesenfeld 2“ ist mit Netzen gesichert.
Brüchig: Die Unterführung „Wiesenfeld 2“ ist mit Netzen gesichert. © Völker, Karl-Hermann

Im August startete man auch mit dem Aushub von Bodenwannen, in denen die baulichen Vorbereitungen für die dort zu fertigenden Betonrahmen der neuen Unterführungen und ihr späteres Verschieben an die Stelle der alten Bahnunterführungen getroffen wurden. Diese mehrere hundert Tonnen schweren Rahmenbauwerke aus Beton sind mittlerweile fertiggestellt und warten darauf, von einer Spezialfirma aus Altdorf bei Nürnberg über Stahlgleitbahnen an die Stelle der früheren Gewölbeunterführungen geschoben („Verschub“) zu werden.

Vorher müssen in den nächsten beiden Wochen der Sperrpause die Schienen durchtrennt, der Bahndamm abgebaut und jeweils eine Bodenplatte vorbereitet werden, auf der die neue Unterführung später stehen wird.

Nach Wiederaufbau des Bahndammes und der Gleise in der vom NVV angegebenen Zeit bis zum 11. November sind in den anschließenden Wochen alle Verfüllungen der Baugruben, Wegebauten und Rekultivierungen der beanspruchten landwirtschaftlichen Flächen zu leisten, bevor die Baustellen endgültig wieder geräumt werden können. Es werden spannende Wochen für alle beteiligten Baufirmen.

Info: Der Nordhessische Verkehrsverbund NVV bittet wegen des Schienenersatzverkehrs zwischen dem 31. Oktober und dem 11. November seine Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt über die gewünschte Verbindung zu informieren auf nvv.de/fahrplanauskunft, in der NVV-App oder am gebührenfreien NVV-Service-Telefon unter 0800-939-0800 (erreichbar täglich zwischen 5 und 22 Uhr, freitags und samstags bis 0 Uhr).  

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