Dronco war 2013 in Insolvenz geraten

Für 37 Mio. Euro: Bürstenhersteller Osborn kauft Dronco GmbH

Mit Bürsten und Trennscheiben: (von links) Die Geschäftsführer von Osborn, Albrecht Teich und Christian J. Dilger, sowie die Geschäftsführer von Dronco, Stephan Coester und Manfred Eisenberger, nach dem Pressegespräch zur Übernahme von Dronco durch Osborn. Foto:  Paulus

Burgwald. Die Osborn International GmbH in Burgwald hat zum 1. Juni die Firma Dronco übernommen, einen führenden europäischen Schleifmittel-Hersteller aus Bayern.

Dafür hat der US-amerikanische Osborn-Mutterkonzern Jason Finishing Group 42 Millionen Dollar gezahlt, umgerechnet rund 37 Millionen Euro.

Dronco, das vor allem Trennscheiben entwickelt und produziert, war 2013 in Insolvenz geraten und danach von einer Beteiligungsgesellschaft übernommen worden. Das Unternehmen aus Wunsiedel im Fichtelgebirge (Bayern) beschäftigt - vergleichbar mit Osborn am Hauptfirmensitz in Burgwald - rund 280 Mitarbeiter und hat Niederlassungen in Schweden, England und Frankreich.

„Die Trennscheibe ist das Produkt, das Osborn gefehlt hat“, sagte Osborn-Geschäftsführer Albrecht Teich am Mittwoch in einem Pressegespräch nach einer Betriebsversammlung in Burgwald. „Wer breit aufgestellt ist, steht stabiler da. Das hat uns ermutigt, dafür Geld auszugeben.“

Osborn ist der weltweit größte Hersteller technischer Bürsten zur Bearbeitung von Oberflächen, vor acht Jahren war das Poliergeschäft dazugekommen. „Die Trennscheibe ist der originäre Beginn dieses Fertigungsprozesses“, verdeutlichte Osborn-Vertriebsleiter Christian J. Dilger am Beispiel von Aluminiumzierleisten für Autos. „Dronco ergänzt uns in idealer Form bei unseren Produkten und in der globalen Aufstellung. Das macht uns jetzt noch einzigartiger.“

Osborn erhofft sich durch die Übernahme von Dronco Synergieeffekte und damit Wachstum. „Wenn wir alles richtig machen, haben wir für viele Jahre die Chance, dass die Standorte gefestigt sind“, sagte Geschäftsführer Teich.

Was der Dronco-Geschäftsführer zu der Übernahme sagt, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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