Arbeiten zwischen Münchhausen und Frankenberg.

Nordhessischer Verkehrsverbund setzt beim Gleisbau modernste Technik ein

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Vollaushub eines Gleisbettes: Im Schneckentempo bewegte sich der lange Hochleistungs-Reinigungszug „RM 900 S“ zwischen Münchhausen und Frankenberg über die Strecke. Während der Schotter unter den neuen Betonschwellen ausgeräumt und auf den folgenden Wagen gereinigt wurde, schwebten die Gleise in der Luft (vorn rechts). 

Wiesenfeld. Eine gelbe Riesenraupe fraß sich in den vergangenen Tagen durch 2900 Meter Schwellen und Schotter auf der Bahnstrecke zwischen Münchhausen und Frankenberg.

Nachdem in den vergangenen Tagen bereits der Austausch der alten Gleisträger aus Stahl gegen neue Spannbetonschwellen mit modernstem Maschineneinsatz vollzogen worden war, rollte nun die Hochleistungs-Bettungsreinigungsmaschine „RM 900 S“ der Firma Spitzke aus dem brandenburgischen Großbeeren über die Ausbaustrecke.

Ihre Spezialität: Bei „rollenden Rädern“ wird unter den Schwellen der alte Schotter ausgehoben, im nächsten Wagen durch eine Siebanlage und dann über Förderbänder auf weiteren Wagen wieder zum Einbau zurückgeführt. Etwa 900 Kubikmeter Schotter kann das Sieb pro Stunde in einem Arbeitsgang verarbeiten, dabei kommt der Zug, je nach Streckenzustand, etwa 300 Meter bis 390 Meter pro Stunde voran.

Fasziniert schauten im Bereich des Wiesenfelder Haltepunktes die Einwohner und Eisenbahnfreunde zu, wie unter der tonnenschweren Reinigungsmaschine während des Schotteraustauschs die Bahnschwellen ein Stück weit „in der Luft hingen“ – vor der neuen Einschotterung durch einen Schotterpflug mit Höhensteuerung wurde sogar noch eine breite Isolierfolie in das offenliegende Gleisbett gelegt. 

Auch bei noch so moderner Technik mit Mess-, Steuer- und Registriereinrichtungen, die ständig Räumtiefe und die Höhenlage der Gleise beim Neustopfen messen, ist im Bereich des Schotter-Reinigungszuges menschliche Arbeitskraft bei Kontrolle und Maschinensteuerung unabdingbar.

Wieviel Material zu welchen Kosten verbaut wurde, wann dieser Abschnitt wieder befahrbar ist und was sich am Haltepunkt Viermünden, wo derzeit ein neuer Kreuzungsbahnhof angelegt wird, tut, lesen Sie in der Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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